Sind wir schon soweit? Scharfschützen auf dem Leipziger Lichtfest!


Foto: privat
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Am 9. Oktober fand zum 25ten Male das Lichtfest in Leipzig statt. Eigentlich wird dort die friedliche Revolution von vor 25 Jahren gefeiert.


Mit der Partnerstadt Lyon wurde die Fassade des Rathauses in eine gigantische geschichtsträchtige Lichtshow verwandelt. Sie soll von Demokratie und Freiheit erzählen. Doch was sich auf den Dächern der Stadt abgespielt hat, hat nichts mit Freiheit zu tun.


Auf nahezu allen Dächern rings um den Augustusplatz haben sich vermummte Scharfschützen postiert. In Kampfmontur, mit Ferngläsern und natürlich Scharfschützengewehren überwachten sie die Menge. Anlass dafür war anscheinend der Besuch von Joachim Gauck.


Man kann ja verstehen, dass so ein hohes Mitglied der Regierung beschützt werden muss, aber wieso postieren sie sich dann auch auf Dächern, die nicht in der Nähe des Bundespräsidenten liegen und warum lässt man Laserpointer durch die Menge huschen? Ist das ein Ausdruck von Macht? So nach dem Motto: "Benehmt euch! Wir haben euch im Visier!"


Die wollen keine friedliche Revolution 2.0. Eine hat gereicht. 25 Jahre nach der friedlichen Revolution sind also, am 9. Oktober 2014, neben der starken Überwachung des Menschenzuges, auch die Gewehre nach Leipzig zurückgekehrt.


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