Nööö, wir wollen die Bahn nicht verkaufen - wir prüfen nur!


Ausländische Investoren auf Shopping-Tour
Ausländische Investoren auf Shopping-Tour

Wenn die Bundesregierung sagt: "Wir verkaufen nicht, wir prüfen nur!", dann ist die Zeit gekommen alle Alarmglocken zu läuten. Denn das ist eine der typischen Maschen, mit denen die ReGIERung uns zu beruhigen versucht.


Warum sollten sie überhaupt einen Verkauf prüfen, wenn sie eh nicht vorhaben es zu tun? Für wie blöd halten die uns eigentlich?


Nehmen wir einmal an, sie tun es doch und sie befänden sich schon in der Vorbereitung. Was käme dann auf uns zu? Genau das, was immer nach einer Privatisierung von ausländischen Investoren auf uns zukommt:


  • Lohndumping
  • marode Züge und Schienen
  • Schließung von Bahnstationen
  • schlecht ausgebildete Lokführer
  • höhere Preise
  • kein Ausbau der Bahnstrecken mehr
  • uvm.


"Zur Deutschen Bahn gehört nahezu das gesamte Vollbahnnetz in der Bundesrepublik mit einem Schienennetz von mehr als 33.800 Kilometern Länge. Damit zählt dieses Netz zu den dichtesten der Welt. Dazu kommen rund 5.700 Bahnhöfe, der Großteil davon im Personenverkehr. Jeden Tag finden in Deutschland rund 37.000 Zugfahrten statt, die zumeist von einer der 24 Tochtergesellschaften durchgeführt wird." [Quelle]


Meint Ihr wirklich das bleibt dann so? Wer weiß, vielleicht hat auch die Autoindustrie ihre dicken schmierigen Finger mit drinstecken, um die Bahnkundschaft langsam aber sicher wieder auf die Straße zu verlegen. Dabei käme die Pkw-Maut auch sehr gelegen.


Wollt Ihr das wirklich?


Die Bahn soll zum Ausschlachtungsobjekt werden. Das überprüft Wolfgang Schäuble derzeit mal wieder. Die erste Privatisierung strebte Mehdorn 2008 an. Diese scheiterte aufgrund der Finanzkrise. So, so, nun stehen wir also finanziell wieder glänzend da, so dass Schäuble einen Teilverkauf der Bahn erneut ins Auge fasst. Oder ist einfach nur genügend Zeit verstrichen? Grund für den Teilverkauf (übrigens sind über 50% auch nur ein Teil, zwar der ausschlaggebende größere, aber immerhin nur ein Teil) ist, dass die Bahn auch einmal Gewinne abwirft. Ach so! Ich dachte immer, etwas Gemeinnütziges Staatliches sollte sich insoweit selbst tragen und so viel abwerfen, dass eine Expansion und Instandhaltung möglich ist. Wieso sollen da Gewinne abgeworfen werden? Für wen? Die Aktionäre natürlich.


Die Aasgeier kreisen schon über der Deutschen Bahn


Und was macht das Volk? Es regt sich auf, über einen Streik, der das Ganze vielleicht noch aufhalten könnte, denn: Wer kauft schon ein Unternehmen, dessen Mitarbeiter nicht fügsam sind? Also muss der Kopf vom Fisch weg. In dem Fall der Weselsky. Ein Mann der sich nicht kaufen lässt. Den muss man fertig machen. Die sanfteste Art bisher war noch die öffentliche Anprangerung. Aber da es sich hier nicht gerade um einen Tante-Emma-Laden um die Ecke handelt, sondern um ein riesiges fettes Kuchenstück, ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen bzw. geschrieben und die letzte Tat noch nicht vollbracht. Am Weselsky seiner Stelle würde ich mir jetzt schon einen ehrwürdigen Nachfolger heraussuchen, der sein Werk vollendet, sollte sein Leben bald vollendet sein. Wer weiß? Ich sage nur: Fallschirm, Badewanne, blöd übern Zebrastreifen gelaufen, usw..


Wo bleibt die Solidarität der Deutschen?


Wir haben viele gute Eigenschaften. Eine zählt gewiss nicht dazu: Solidarität! Wenn uns etwas nicht direkt betrifft oder andersherum, wenn uns etwas genommen wird (in dem Fall ein Transportmittel), dann werfen wir jede Art von Solidarität über Bord. Wir denken in dem Fall einfach nicht nachhaltig genug. Wenn wir jetzt nicht von A nach B kommen, dann ärgert uns das so sehr, dass wir schon richtig aggressiv werden. Aber dass wir vielleicht später garnirgends mehr hinkommen oder mit einem viel höheren Zeitaufwand und einer höheren Qualitätseinbuße, daran denkt kein Mensch. Wie kleine Kinder, denen man ihren Lolly wegnimmt. Die interessiert auch nicht, dass sie später schlechte Zähne bekommen. Am Ende heißt es dann: "Ach, menne, hätten wir nur...!"


Was tun?


Da es im Endeffekt uns alle betrifft, wäre ein wenig mehr Verständnis für die GDL angesagt. Hinterfragt einfach mal die Gründe, warum sie sich so verhalten. Es sind nicht nur ein paar Euro mehr Lohn. Da hängt viel mehr dran. Ganze Existenzen. Es ist wie ein großes Dominospiel, ist der erste Stein mal angeschupst, ist er nicht mehr aufzuhalten und selbst der Stärkste kann die Wucht, die auf ihn zukommt, nicht mehr bremsen.


Also, wenn gestreikt wird, übernehmt die Selbstverantwortung und bildet Fahrgemeinschaften oder findet andere Wege. Macht in der Zeit Urlaub oder macht eure Arbeit von Zuhause aus, wenn das möglich ist. Aber verlasst Euch nicht blind auf ein Unternehmen, welches im Moment eine schwere Zeit durchmacht und auch für uns versucht, den Ausverkauf eines Allgemeingutes zu verhindern. Stellt Euch auf die Seite der Bahn-Mitarbeiter anstatt sie zu beschimpfen. Je mehr Menschen das begriffen haben, desto mehr begreift es die ReGIERung. Lasst Euch nicht mitreißen von den Hetzkampagnen der Mainstream-Medien, benutzt Euren eigenen Kopf und sprecht mit Euren Herzen. Dann kann uns keiner mehr etwas anhaben!


Quelle: Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten.de


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