Die Tötung von abgetriebenen Babys verhindern


In Deutschland ist eine Abtreibung bis zur 12ten Schwangerschaftwoche erlaubt. Doch im europäischen Raum gibt es Länder, da kann man bis zur 22ten Woche abtreiben. Dazu braucht man gar nicht weit zu fahren. In Holland z. B., gibt es eine "renommierte" Klinik, die solche Abtreibungen völlig legal durchführt.

 

Die Gründe, warum eine Frau erst so spät abtreibt, können darin liegen, dass eine Schwangerschaft erst so spät bemerkt wird, so dass eine Abtreibung in Deutschland nicht mehr möglich ist. Das kommt nicht selten vor.

 

Ich will hier kein Statement über Abtreibungen abgeben, dazu ist jeder Fall zu individuell, aber was mir gewaltig die Galle überlaufen lässt, ist die Tatsache, dass Kinder, die  bis zur 22. Woche abgetrieben werden, behandelt werden wie Abfall.

 

Hat sich schon mal einer die Frage gestellt, was mit den Babys passiert, die schon eingeschränkt lebensfähig sind und bis zur 22. Woche abgetrieben werden? Ehrlich gesagt: Ich nicht. Wenn man nicht direkt mit dem Thema konfrontiert wird, gibt es eigentlich auch keinen Grund, warum man sich diese Frage stellen sollte. Was uns nicht direkt betrifft, geht uns nichts an. So läuft das zum Teil.

 

Heute hat mich ein Petitions-Aufruf erreicht, der mich geschockt hat:

 

In Europa überleben alljährlich viele Kinder, die nach der 20. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, die Abtreibung. Sie sind dann in den meisten Fällen dazu verurteilt, ohne Versorgung und unter schlimmsten Qualen zu sterben. Oft kämpfen sie bis zu ihrem Tode mit extremer Atemnot. Viele von ihnen werden nach der Abtreibung durch tödliche Injektionen umgebracht oder erstickt. Anschließend werden sie oft "mit dem Müll entsorgt".

 

Am 19. November bekundete der Menschenrechtskommissar gegenüber dem Europarat seine Überzeugung, dass diese Praxis der Kindstötung nicht in seine Zuständigkeit fällt. Und er weigert sich beharrlich, NGOs zu empfangen, die ihn über diesen Sachverhalt informieren möchten. Im Juli gelang es dem Ministerrat nicht, sich mit diesem Thema zu befassen.

 

Fordern Sie die parlamentarische Versammlung des Europarates auf, diese unmenschliche Praxis zu verurteilen!

 

Am 1. November 2014 verlangten vier NGOs (das Internationale Katholische Kinderbüro, die Weltvereinigung der Katholischen Frauenorganisationen, die Vereinigung der Katholischen Familienverbände in Europa und das Europäische Zentrum für Recht und Gerechtigkeit) Herrn Nils Muižnieks, den Menschenrechtskommissar des Europarates zu treffen, um gemeinsam mit ihm ein Dokument vorzustellen, das das Schicksal von  Kindern, die während einer Abtreibung lebend geboren werden, aufzeigt.

 

Die Tatsachen werden durch offizielle Daten, Berichte und Zeugnisse von Krankenhauspersonal belegt. Eine Studie, die im "British Journal of Obstetrics and Gynaecology" veröffentlicht wurde, kommt zum Schluss, dass in der 23. Schwangerschaftswoche der Anteil jener Kinder, die eine Abtreibung überleben, bei 10 % liegt.

 

Es ist unmenschlich, diese Kinder nicht zu behandeln oder sie zu töten, nur weil sie unerwünscht sind. Dies ist auch der Grund, warum einige Nichtregierungsorganisationen den Menschenrechtskommissar des Europarates treffen wollten, um ihn über diese Praktiken zu informieren und ihn zu bitten, erneut zu bestätigen, dass alle lebend geborenen Menschen – in Übereinstimmung mit den Menschenrechten – dasselbe Recht auf Leben haben und angemessene und nötige Behandlung und Fürsorge erhalten, ohne Diskriminierung, die auf den Umständen ihrer Geburt beruht.

 

Aber der Kommissar weigerte sich, diese NGOs zu empfangen, indem er meinte, dass sein Mandat „diese Frage nicht betreffe“. Noch am 15. Januar 2014 vertrat der Kommissar öffentlich eine gute Position gegen selektive Abtreibung aufgrund des Geschlechtes und forderte sogar ein mit Strafe verbundenes Verbot. Zudem erinnert die Internationale Konvention über die Rechte des Kindes, die heuer ihr 25. Jubiläum begeht, daran, dass „das Kind wegen seiner körperlichen und geistigen Unreife besonderen Schutzes und einer besonderen Fürsorge bedarf, insbesondere eines angemessenen rechtlichen Schutzes sowohl vor, als auch nach der Geburt.“

 

Bereits im vergangenen Juli hat das Ministerkomitee des Europarates, das die Regierungen der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates zusammenbringt, auf die von einem Abgeordneten eingebrachte Frage, zu keiner Einigung über erforderliche Maßnahmen gefunden, die „sicherstellen, dass Föten die eine Abtreibung überleben nicht jener medizinischen Behandlung beraubt werden, welche ihnen als lebend geborenen Menschen nach der Europäischen Menschenrechtskonvention zusteht.“ Einige Regierungen fürchteten, dass Spätabtreibungen hinterfragt werden könnten und weigerten sich aus diesem Grunde öffentlich anzuerkennen, dass diese Neugeborenen Rechte haben.

 

Die Weigerung des Kommissars für Menschenrechte und die Unfähigkeit der Ministerrunde, das Recht auf Leben und medizinische Versorgung für alle Neugeborenen zu bekräftigen, ist schockierend. Es zeigt eine stillschweigende Zustimmung zu Kindstötung und unmenschlicher Behandlung.

 

Es bleibt nur die Parlamentarische Versammlung des Europarates. Sie sollte den Mut aufbringen, dieses Problem zu bewältigen und die Unzulänglichkeiten des Menschenrechtskommissars und der Ministerrunde zu kompensieren.

 

Zu diesem Zweck wollen wir dieses Problem durch die Möglichkeit des offiziellen Petitionsverfahrens (Paragraf 65 der Geschäftsordnung) in die Parlamentarische Versammlung des Europarates einbringen. Diese Vorgehensweise erlaubt es jedem Bürger, den Präsidenten und das Präsidium der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zu ersuchen, einen Tagesordnungspunkt in die Agenda einzufügen.

 

Um dieser Anfrage vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates mehr Gewicht zu verleihen, laden wir alle Menschen ein, sich dieser Petition anzuschließen, damit diese unmenschlichen Praktiken verurteilt und beendet werden!

 

Bitte unterzeichnet und verbreitet diese Petition, auch wenn sie Euch nicht direkt betrifft!!!

 

Tötung frühgeborener Kinder verhindern!

Aber was tun mit den Kindern?

Sicher ist auch diese Situation mit zwei Seiten behaftet, denn was tun, mit den Kindern, die einer speziellen kostspieligen Versorgung und besonderem Schutz bedürfen? Eine schöne Lösung wäre: Weniger Geld in Kriege stecken, dafür mehr Geld in neues Leben! Aber das ist derzeit Utopie, deshalb verlassen wir den Gedanken am besten gleich wieder. Eine reelle Lösung jedoch wäre, Mütter, die abtreiben wollen, viel mehr auf die Möglichkeit der Adoption hinzuweisen und dahingehend aufzuklären. Ich war selbst schon Begleiterin bei einem Abtreibungsgespräch von ProFamilia und mit keinem Wort wurde dort die Möglichkeit der Adoptionsfreigabe in Erwägung gezogen. Warum eigentlich nicht? Hätte man der Frau eine Betreuung und finanzielle Unterstützung angeboten, für die Zeit bis zur Geburt und Adoption, hätte sie das Kind vielleicht sogar behalten. Heute ist sie schwer traumatisiert.


Weil wir zu wenig Neugeborene haben, fahren viele Paare ins Ausland und holen sich dort Kinder und fördern damit sogar noch den Babyhandel. Und das nur, damit man sich in Europa die Kosten spart und sich nicht eingestehen muss, dass hier Menschenrechte verletzt werden. Also, wird fleißig negiert. Scheiß politische Rechtsverdreherei.


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Kommentare: 3
  • #1

    Melanie G. (Freitag, 28 November 2014 20:17)

    Es ist unglaublich, wozu der Mensch fähig ist, was die Gesellschaft u. die Politik erlaubt und als normal ansieht.

  • #2

    Andi (Freitag, 28 November 2014 22:48)

    Es liegt daran, weil die Menschen nicht mehr nach dem Moral und Gutherzigkeit gezügelt werden können. Der Moral ist der heutige Gesellschaft ist extrem verdorben. Tag für Tag geht die Moral nach unten.

  • #3

    maras-welt (Samstag, 29 November 2014 12:58)


    Es ist ja nicht nur, dass sie die Babys (und für mich sind es schon Babys) töten oder elend sterben lassen, sie verwenden sie auch noch in Lebensmittel. Ist wirklich wahr:

    http://wissenschaft3000.wordpress.com/2014/11/26/liste-von-produkten-welche-menschliche-foten-beinhalten-sollen-absolutes-no-go/

    Da fragt man sich wirklich, wo hat der Teufel überall seine Finger im Spiel!