Gadhimai-Schlachtfest: 75 % weniger Tiere getötet als beim letzten Fest


Vor diesem grausamen Schlachtfest in Nepal hatte ich darüber berichtet. Jetzt ist es vorbei. Zwar konnte das "Fest", wie es die Einheimischen nennen, nicht ganz verhindert werden, trotzdem gibt es große Erfolge zu verzeichnen.


Die Albert-Schweitzer-Stiftung berichtet:


Das Gadhimai-Schlachtfest ist zu Ende. Die Proteste von uns und anderen Organisationen konnten nicht verhindern, dass viele Tausend Büffel, Ziegen, Hühner und andere Tiere unter schrecklichen Umständen enthauptet wurden. Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung.


Die beteiligten Regierungen haben sich bewegt: Die Regierung von Nepal hat das Fest in diesem Jahr nicht subventioniert (dies war eine der Forderungen unseres Appells) und die indische Regierung hat den Export lebender Tiere zum »Fest« verboten (Letzteres ist vor allem der Arbeit von Animal Equality zu verdanken).


Vor Ort konnte das von uns unterstützte Animal Welfare Network Nepal (AWNN) u. a. Teilnehmer überzeugen, »ihre« Tiere nicht zu töten, sondern ihnen stattdessen nur kleine Schnittwunden an den Ohren zuzufügen. So konnte das AWNN über 300 Büffeln das Leben retten.


Uns gegenüber versicherte der Botschaftsrat von Nepal in Berlin, dass die Zahl der geopferten Tiere in diesem Jahr deutlich reduziert werden würde. Und in der Tat wurden laut Schätzungen von Compassion in World Farming 75 % weniger Tiere getötet als beim letzten Gadhimai-Fest im Jahr 2009.


Weil so viel weniger Tiere getötet wurden als ursprünglich geplant, musste der Veranstalter seinen Vertrag mit einem Fleisch-Großhändler annullieren. Dadurch dürfte ein großer finanzieller Schaden für die Veranstalter entstanden sein.


Schließlich war die internationale Presse vor Ort, wodurch der Druck auf die nepalesische Regierung weiter gewachsen ist, das Fest zu verbieten.


Aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen halten wir es durchaus für möglich, dass sich das Gadhimai-Schlachtfest nicht noch einmal wiederholen wird. Wir bleiben mit den drei genannten Partnerorganisationen im Austausch und werden Sie weiter informieren.


Das darf sich nicht wiederholen, deshalb müssen wir dranbleiben und den Protest sogar noch verstärken. Zumal wir gesehen haben, dass es etwas gebracht hat.


Also, bei nächsten Mal, noch mehr Unterschriften, noch mehr Druck.


Vielen Dank nochmal, an alle Unterzeichner!!!


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