"Schnöggersburg" - ab 2015: Kampf frei für deutsche Soldaten?


Truppenübungsplätze, wie wir sie kennen, sind längst out. Heute werden ganze Städte, ja, eine komplette Infrastruktur nachgebaut. Und das nicht etwa nach dem Konzept von Ländern wie man sie im nahen Osten vorfindet, wie sich vermuten ließe, nein, Alt- und Neustädte, Industrie, U-Bahntunnel, Hochhaussiedlung etc.. Das klingt doch ganz nach einem Nachbau des eigenen Landes - Deutschland!

 

Solche Kampf-Übungs-Dörfer gibt es schon längst, jedoch nicht in dem Ausmaß und so modern wie die "Schnöggersburg" in der Colbitz-Letzlinger Heide.

 

Die Berichte darüber, wann dort zum ersten Mal geübt werden soll, gehen hier stark auseinander. Einmal heißt es, die 1.500 Soldaten dürfen sich ab 2015 schon mal teilweise austoben. In anderen Berichten ist von 2016 die Rede. Eines ist sicher, der Bau dauert noch eine Weile, geht aber stetig voran. Hier gilt die Devise: Keine Zeit verlieren! Bis 2017 soll die komplette Stadt "übungsbereit" sein.

 

Die Tatsache, dass hier keine Nah-Ost-Kulisse geschaffen, sondern eine unseren Strukturen ähnliche Bauweise errichtet wird, wirft natürlich die Frage auf: Wofür das Ganze? Wieso gibt man 100 Millionen Euro (so die öffentliche Schätzung, die ja für gewöhnlich weit überschritten wird) für solch ein Bauwerk aus? Wieso trainiert man 1.500 Soldaten auf solch einem Gelände? Die offizielle Erklärung lautet, man bilde die Soldaten auf Einsätze in Krisengebieten aus. Aha... was für Krisengebiete bitte? Dann hätte man Ruinen bauen müssen. Denn die Krisengebiete, die es derzeit gibt, sind schon dermaßen zerbombt und in ihrer Infrastruktur zerstört, da kämen sie mit dieser modernen Anlage nicht weit. Es sei denn, man ist schon fleißig dabei neue Krisengebiete zu erschaffen. Dann ergibt das Ganze natürlich Sinn. Russland wäre doch ein zukünftiges Ziel. Deshalb vielleicht auch die Eile. Wer möchte kann sich einmal die interaktive Karte zu den aktuellen Krisengebieten anschauen. Keine der vermerkten Länder entspricht der Infrastruktur, wie sie in Schnöggersburg nachgebaut wird. 

 

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, hier soll eher der inländische Aufstand geprobt werden. Nachdem z. B. die Pegida einen so hohen Zulauf zu verzeichnen hat und die Polizei (Gerüchten zufolge) eh am Ende ist, muss man Ersatz schaffen und das in Form von bezahlten Söldnern, denn nichts anderes ist unsere "freiwillige" Bundeswehr - ein privater Söldner-Trupp! Rollen auf Demos demnächst die Panzer an? Zuzutrauen wäre es diesen Schergen!


Exklusive Aufnahmen von der Baustelle Schnöggersburg




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Kommentare: 1
  • #1

    Joe (Donnerstag, 01 Oktober 2015 20:58)

    Leider schlecht informiert oder recherchiert: Es wird versucht möglichst nah an dem zu bleiben, was man im Einsatz vorfindet!
    Daher wird auch ein Slum und eine Ruinenlandschaft gebaut. Und ob man es glaubt oder nicht, selbst in Kriesengebieten gibt es intakte Gebäude und teilweise sogar U-Bahnschächte. Für den Einsatz im eigenen Land gibt es seit 50 Jahren das Dorf Bonnland. Hat sich in der letzten Zeit keiner mehr drüber beschwert.