Bildungsplan 2015: "192.445" Unterschriften einer Petition einfach negiert


Was sind schon 192.445 Unterschriften in acht Monaten? Peanuts. Zumindest für den badenwürttembergischen Landtag.

 

Überzogen seien die Anschuldigungen über den Bildungsplan 2015, die in der Petition genannt werden und unverhältnismäßig die Reaktion. Worüber regen wir uns eigentlich so auf? Ist doch alles bestens. Nein, ist es nicht. Ich verlange in Belangen, die mich persönlich betreffen, ein Mitspracherecht, schließlich leben wir in einer angeblichen Demokratie. Wobei, den Glauben an eine Demokratie habe ich schon längst verloren. Die machen doch wirklich bei allem was sie wollen.

 

Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich früher viele Aufrufe zu Petitionen gepostet habe. Irgendwann musste ich jedoch feststellen, dass Petitionen im Grunde für den Eimer sind. Gerade im ReGIERungsbereich, bei "Behörden" und dergleichen kann eine Petition keine Entscheidung ändern. Wenn sie es durchziehen wollen, dann tun sie es und zwar gnadenlos. Öffentlicher Druck scheint denen nicht im Geringsten etwas auszumachen. Naja, wie viel Druck müsste man ausüben, bei einer 82-Millionen-Bevölkerung? Da erscheinen knapp 200.000 Menschen eher wie ein kleiner Lufthauch.


Der neue Bildungsplan 2015 soll die sexuelle Vielfalt schon an unsere Kleinsten übermitteln. Dabei steht schon im Grundgesetz (Art. 6 Abs. 2), dass die Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern ist. Lediglich über deren "Betätigung", also Durchführung, darf die staatliche Gemeinschaft wachen. Jetzt könnte man zwar behaupten, und das ist deren Argument, sexuelle Vielfalt gehöre zur Wissensbildung. Ist es aber nicht, es ist ein Teil der Erziehung, wie wir unsere Kinder aufklären. Das hat mit Wissensübermittlung nichts zu tun.


In diesem kleinen Videoausschnitt wird das noch mal sehr gut beschrieben:

 

Ich bin überzeugt davon, dass wenn mehr Eltern über dieses Thema Bescheid wüssten, es bestimmt zehn Mal so viele Unterschriften gegeben hätte. Wahrscheinlich werden die ersten Aufstände dann kommen, wenn die Kinder mit Tests oder Hausaufgaben nach Hause kommen, die viele Eltern schockieren werden. Aber dann ist es, wie so oft, schon zu spät, denn mit einer Einsicht und einer darausfolgenden Umkehr kann man bei unserer ReGIERung nicht rechnen. Was einmal beschlossen wurde bleibt - felsenfest.


Pressemitteilung vom 14. November 2014


Petition im Landtag abgelehnt – die Aufklärung geht weiter


Rohrdorf/Stuttgart  –  Der Petitionsausschuss des baden-württembergischen Landtags hatte die Petition der über 192.000 Unterzeichner nach über acht Monaten ohne Angabe von Gründen im Oktober 2014 abgelehnt. Selbst vier Wochen danach blieb es bei diesem argumentativen Totalausfall, was die inhaltliche Begründung der Ablehnung angeht. Gestern nun wurde im Landtag darüber debattiert und entschieden.


Die Abstimmungsdebatte war alles andere als eine Sternstunde des Stuttgarter Landtags. Die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz brachte die Haltung der Regierungsmehrheit gegenüber den Inhalten der Petition auf den Punkt: „Eine intensive Befassung war offenbar nicht gewollt.“  Die schriftliche Begründung der Ablehnung steht weiterhin aus. Die Ausschussvorsitzende Beate Böhlen (Grüne) führte formale Gründe an, dass mit der Umwandlung der Leitprinzipien in  Leitperspektiven, die Petition erledigt sei. Die am 08.04.2014 eingeführten neuen Leitperspektiven bieten jedoch zu 90% die identischen Inhalte wie die früheren Leitprinzipien. Diese Leitperspektiven stellen inhaltlich sogar eine Steigerung jener Aspekte dar, die im Sinne des Gender-Mainstreaming auf die sogenannte „Sexualpädagogik der Vielfalt“ abzielen. Im Ergebnis wurden somit unter veränderter Begrifflichkeit nur einige kosmetische Korrekturen vorgenommen.


Ministeriale Hör- und Sprachunfähigkeit


Wie ist es im Kultusministerium dieser Koalition heute um die aufgeschlossene und dialogfähige Hör-und Lernbereitschaft bestellt? Nach wie vor verweigert das Kultusministerium und die Regierungsfraktion elementare ethische und pädagogische Klärungen zum differenzierten Verständnis von „Toleranz“ und „Akzeptanz“, von „Vorurteil“ und „ethischem Urteil“ sowie von Information, Animation und Indoktrination. Auch der Begriff „Vielfalt“ wird weiterhin einfältig strapaziert, so als handle es sich dabei um eine moralisch brauchbare Kategorie zur intelligenten Unterscheidung von Sachverhalten. Gerade dies aber ist unverzichtbar. Derart gravierende Defizite führen im Ergebnis nur noch zu einer „Vielfalt“ von unsinnigen Konsequenzen.


Die Petition “Zukunft-Verantwortung-Lernen“ ist zu Ende, der Verein “Zukunft-Verantwortung-Lernen“ nimmt seine Arbeit auf


Schon nach der Übergabe der Petition hat sich im Februar 2014  die Petitionsinitiative als Verein mit dem gleichen Namen der Petition “Zukunft-Verantwortung-Lernen e.V.” (kurz: ZVL) mit Sitz in Mötzingen (Landkreis Böblingen) gegründet.


Er hat die Anerkennung der Gemeinnützigkeit sowohl vom Amtsgericht als auch vom Finanzamt in Böblingen erhalten. Der Verein Z-V-L e.V. trägt das Anliegen der Petitionsinitiative weiter, um sich mit erzieherischen, schulischen, bildungspolitischen und gesellschaftsrelevanten Fragen intensiv auseinanderzusetzen. Die Aufklärung im bildungspolitischen Nebel von Grün-Rot bleibt eine dringende Notwendigkeit. Die Schwerpunkte der Arbeit von Z-V-L e.V. sind:

  • gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen und den Dialog mit verschiedenen interessierten Parteien und Gruppierungen zu führen,
  • Hilfen zur Bewältigung des erzieherischen Alltags zur Verfügung zu stellen,
  • Informationsveranstaltungen, Seminare, Vorträge und Ermutigungstreffen (z.B. für Lehrer, Erzieher, Schüler und Eltern) zu gestalten,
  • mit anderen Vereinen, Gruppierungen, Parteien und Behörden zusammenzuarbeiten.

Kontakt:


Zukunft-Verantwortung-Lernen e.V., Im Steig 4, 71159 Mötzingen. info@z-v-l.org, www.z-v-l.org.


Weitere Pressemitteilungen und Informationen:

http://www.bildungsplan2015.de/presse/pressemitteilungen/



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Kommentare: 6
  • #1

    Gassenreh (Montag, 23 Februar 2015 11:53)

    Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche, was z. B. auch erkennbar ist am dem von den Gender-Ideologen propagierten “social engineering” in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, staatliche Schule).
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 5. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

  • #2

    maras-welt (Montag, 23 Februar 2015)


    Vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis!!!

    Bei diesem Thema MUSS noch wesentlich mehr Aufklärung betrieben werden. Die meisten Eltern wissen gar nicht, was da auf sie zukommt.

  • #3

    chris (Sonntag, 12 Juli 2015 17:15)

    Schreibt doch wie es ist.
    Kleine Kinder sollen aneinander rumspielen ob Sie soweit sind oder nicht.
    -hier werden Pädos erschaffen.
    -Für Kinder kann das nur schädlich sein.
    -Ich will sicher nicht das meine Tochter jemanden befummeln muss oder sich befummeln lassen muss.
    -Ihr seid echt kank!

  • #4

    maras-welt (Mittwoch, 15 Juli 2015 06:45)

    @Chris:
    Ich habe schon ein paar andere Artikel zum Thema geschrieben. Da schreib ich auch, wie es ist. Und, es wird noch schlimmer. Ich bin mal gespannt, wie weit sie es treiben müssen, bis auch noch das letzte Schlafschaf aufwacht und begreift, was hier auf der Welt abgeht. Das hier ist nämlich bei weitem nicht alles.
    LG
    mara
    P.S.: Es werden nicht nur Pädos erschaffen, nein, viel schlimmer sind die Psychopathen, die später in den Führungsebenen sitzen. Die sind gefährlich und die züchten sie heran.

  • #5

    Petra aus Bayern (Montag, 16 November 2015 18:39)

    Sicher Zeit für Zivilen Ungehorsam!
    Meine Tochter hatte ich aus dem Sexunterricht rausnehmen können, nach langem hin & her.
    Doch das Mobbing in der Klasse und die Diskriminierungen wurde dann noch verstärkt...
    Resultat: Schlafstörungen, Ängste und Kopfschmerzen!
    WIR sind keine Fanatischen Christen, wir sind der Meinung das Sexualität etwas Intimes und Persönliches Darstellt und somit in den Geschützen Bereich von FAMILIEN gehört.
    Moral von der Geschichte, die Schule hat jegliche Gewalt- Mobbingthemen für nicht vorhanden Erklärt
    unsere Antwort?
    Schulabmeldung zum Jahresende und nun Freilerner als Zivilen Ungehorsam... Auswanderung steht bevor, tschüss Germany schade das so viele WACHE Familien nun dieses Land verlassen!

  • #6

    maras-welt (Dienstag, 17 November 2015 08:43)

    @Petra:
    Ich finde es klasse, dass Ihr Euch nicht beugt. Auch wenn der Weg ein schwerer ist, so lebt der Widerstand genau von Menschen wie Euch.
    Es ist wirklich schade, dass Ihr gehen wollt, aber auch absolut verständlich. Vor allem die Kinder sollten nicht unter diesen Umständen leiden.
    Ganz LG
    mara