Katastrophe Bildungssystem - Wie Schule eine ganze Generation ruiniert!


Die Anforderungen an Schüler sind so hoch wie nie
Die Anforderungen an Schüler sind so hoch wie nie

Dr. Peter Pauling, Professor für Schulpädagogik, hat einmal etwas gesagt, dem ich im großen Ganzen zustimmen kann. Ich möchte dieses Zitat allerdings am Schluss um ein kleines, für mich ausschlaggebendes, Wörtchen erweitern:

 

“Wir sind Schüler von heute, die in Schulen von gestern, von Lehrern von vorgestern, mit Methoden aus dem Mittelalter, auf die Probleme von übermorgen vorbereitet werden.” sollten!

 

Wenn man das genau liest, hieße das ja, dass die Schüler auf die Probleme von übermorgen vorbereitet werden. Doch genau da liegt ja der Kern der Problematik. Sie werden ja nicht auf die Herausforderungen des Erwachsenenlebens in der Zukunft vorbereitet. Sie sollten aber. Das ist allerdings nicht möglich, wenn wir Schulen von gestern, Lehrer von vorgestern und Methoden aus dem Mittelalter haben. Ich denke, Herr Pauling sollte diesen Satz noch mal überdenken. Aber vielleicht meint er dies auch polemisch, dann passt es natürlich wieder, nur verstehen das wiederum die Wenigsten. Hmmm... *nachdenk*!

 

Wenn man das Budget im Bundeshaushalt für Bildung betrachet, fragt man sich wirklich wo das Geld hingeht. Im Jahr 2014 waren es immerhin 120,6 Milliarden Euro, die für Bildung veranschlagt wurden. Das sind 3,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Für was bitteschön? Immer weniger Lehrer, immer marodere Schulen und das meiste Schulmaterial müssen sowieso die Eltern bezahlen. Wahrscheinlich rechtfertigt man diese Ausgaben mit dem Ausbau von Ganztagsschulen. Mittagessen, Kinderbetreuung und Ganztagesangebote werden hierbei wahrscheinlich mit eingerechnet. Doch außer den Mehrstunden der Lehrer, kann ich hier keine großen weiteren Kosten entdecken, denn ich weiß, dass man z. B. Materialien für Bastel-AGs usw. oder das Mittagessen auch wieder selbst bezahlen muss. Sehr viele Kosten werden auf die Eltern abgewälzt. 

 

Vielleicht geht auch ein großer Teil der Mehrausgaben an die externen Berater und sogenannten Experten, die den neuen Bildungsplan 2015 kreiert haben. Für mich ist das mehr ein Pamphlet, als ein ordentlicher Bildungsplan. Eine Schmähschrift, die Eltern verspottet und Lerninhalte einfügt, die mal wieder im späteren Leben nichts bringen, außer dass unsere Kinder in Zukunft toleranter gegenüber sexueller Vielfalt sein sollen.

 

Der Begriff Indoktrination, wie er auf Wikipedia definiert wird, passt wohl am allerbesten zum heutigen Schul-/Bildungssystem:

 

Indoktrination (lateinisch doctrina ‚Belehrung‘) ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten.

 

Ein wesentliches Merkmal bzw. eine zentrale Methode der Indoktrination ist die Propaganda. Die Form der Informationsdarbietung ist hier einseitig verzerrt, die Gesamtheit der verfügbaren Informationen wird zensiert, die der Ideologie widersprechenden Angaben werden zurückgehalten, deren Äußerung mit diskreten Benachteiligungen oder konkreten Strafen bedroht.

 

Die Möglichkeiten, ein entsprechendes Informationsmonopol über eine große Menschenmenge zu erreichen, sind auffällig in Diktaturen gegeben. Aber auch eine unkontrollierte Monopol­isierung der Massenmedien und autoritäre, religiös oder politisch motivierte Erziehungs­formen können Indoktrination fördern. Dabei werden die (scheinbar) positiven Seiten des Systems überhöht, während kritische oder missliebige Informationen unterdrückt werden. Indoktrination geht zwangsläufig mit einem starken Lobbyismus einher und kann daher in jeder Ideologie bzw. Staatsform auftreten.

 

Genau so ist unser IST-Zustand im Schul- und Bildungssystem. Übertrieben? Nein, ganz und gar nicht. Gerade was den Bildungsplan 2015 angeht, dieser wird vehement durchgesetzt, duldet keinen Widerspruch und keine Diskussion. Er beinhaltet eine gezielte Manipulation, mit einer gesteuerten Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen und Kritik auszuschalten. Von Propaganda will ich gar nicht erst schreiben. Die Gesamtheit der verfügbaren Informationen wird offensichtlich zensiert. Es gibt keine Wahlmöglichkeiten dahingehend. Und, ein Hinterfragen oder kritische Äußerungen werden bestraft, mit schlechter Benotung und/oder Ausschluss. Ach, ich mag gar nicht mehr drüber nachdenken, sonst wird mir noch übel dabei.

 

Kommen wir zurück zum Wert unseres bestehenden Schul-/Bildungssystems. Was haben die Schüler gelernt, wenn sie fertig mit der Schule sind? Viel - sehr viel. Und was können sie im späteren Leben davon verwenden? Kaum etwas. Ist nicht wahr? Oh doch. Diese kurze Äußerung zum Bildungssystem ist noch gar nicht solange her, da twitterte die 17jährige Naina:

Innerhalb kurzer Zeit bekam sie eine dermaßen hohe Zustimmung, dass dieser Tweet letztendlich in die Presse gelangte. Mit diesen kurzen Sätzen hat sie alles gesagt, was es über das Bildungssystem zu sagen gibt. Dadurch löste sie eine regelrechte Debatte aus. Aber das darüber diskutiert wird, heißt nicht, dass sich etwas ändert.


Einer, der es wissen muss, weil selbst noch nicht so alt, ist Mats oder Matz (keine Ahnung, wie man das schreibt). Er macht die Let`-Denk-Videos, die ich immer äußerst angenehm und informativ finde. Schaut`s Euch einfach an und überlegt, ob da was dran ist!!!


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Kommentare: 1
  • #1

    Jens (Montag, 30 Mai 2016 16:51)

    Ich möchte nur meinen Dank aussprechen für diesen Artikel. (Katastrophe Bildungssystem - Wie Schule eine ganze Generation ruiniert!)

    MfG
    Jens