Reduzierung von gewucherten Mandeln auf Normalgröße ohne operative Maßnahmen


Gerade bei häufig auftretender Mandelentzündung wird eine Operation angeraten
Gerade bei häufig auftretender Mandelentzündung wird eine Operation angeraten

"Wenn Kinder in Deutschland im Krankenhaus operiert werden, dann handelt es sich sehr oft um die Entfernung der Gaumenmandeln: Fast 70.000-mal wurde die OP bei Kindern und Jugendlichen im Jahr 2010 durchgeführt."

Quelle: Faktencheck

 

Das ist schon jede Menge! Auffällig sind dabei auch die regionalen Unterschiede. Es gibt Regionen, in denen häufiger operiert wird als anderswo. Faktencheck versucht sich mit folgender Erklärung:

 

"Ein Hauptgrund für die regionalen Unterschiede in der OP-Häufigkeit ist, dass es zwischen den Regionen erhebliche Unterschiede bei der ärztlichen (und gegebenenfalls elterlichen) Bewertung dieser Krankheitsbilder und der bevorzugten, bzw. empfohlenen Behandlungsmöglichkeiten gibt."

 

und

 

"Die Ursache für das regional unterschiedliche Vorgehen bei diesen Diagnosen sind unter anderem fehlende Entscheidungsgrundlagen. Denn während in anderen Ländern die vorhandene Evidenz strukturiert aufbereitet ist, gibt es in Deutschland bis heute für Ärzte und Patienten kaum gesicherte Entscheidungsgrundlage, wann eine Operation anderen konservativen Therapieansätzen vorzuziehen ist."

 

Ich denke auch, dass in "operationsfreudigeren" Regionen einfach mehr Kinder unters Messer kommen. Und dort, wo mehr verantwortungsbewusste Ärzte ansässig sind, eben weniger. Allzu oft hören die Eltern uneingeschränkt auf die Empfehlungen der Ärzte, anstatt zu sagen: "Ok, vielen Dank für ihre Einschätzung, wir informieren uns jetzt erst einmal ausführlich darüber!" Zum Arzt zu gehen ist ja nichts schlechtes, er hat schließlich die Möglichkeit zu diagnostizieren. Aber über die Behandlungsmethoden sollte nicht einzig und alleine der Arzt entscheiden dürfen. Dafür haben wir die Freiheit uns noch andere Meinung einzuholen. Unter anderem auch bei einem anderen Arzt oder Heilpraktiker.

 

Für diesen speziellen Fall habe ich mal wieder einen Lichtblick-Tipp erhalten (Danke hierfür!!!). Dieser Rat ist von einem sehr erfahrenen Kinder- und Jugendarzt, also nicht mal eben so was Ausgedachtes oder Hergeleitetes. Deshalb kann ich ihn auch ruhigen Gewissens weitergeben.

 

Und hier der Lichtblick-Tipp, den er freundlicher Weise selbst verfasst hat:


Der Rachen und Gaumen ist mit abwehraktivem lymphatischem Gewebe ausgekleidet. Innerhalb der ersten drei Lebensjahre nehmen Gaumen- und Rachenmandeln rasch an Gewicht zu und erreichen zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr ihr Maximum. Dieses ist offenbar eine Lernphase des körpereigenen Abwehrsystems.


Den Mandeln kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu. Die in ihnen enthaltenen weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) sind in der Lage, alle im menschlichen Körper vorkommenden Antikörper zu bilden. Dringt ein Krankheitserreger in die Mundhöhle ein, wehren sie ihn ab und alarmieren damit die spezifischen Abwehrzellen.


Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, sind die Mandeln im Kindesalter größer als beim Erwachsenen. Etwa ab dem vierten Lebensjahr bilden sie sich langsam von alleine zurück und sind in aller Regel bis spätestens im Zeitraum der Pupertät in Normalgröße. Im Kindesalter sind vergrößerte Mandeln also normal.


Bei einer extremen Wucherung des lymphatischen Gewebes spricht man von einer krankhaften Vergrößerung der Mandeln. Kommt es durch diese Wucherung zu Befindlichkeitsstörungen, empfehlen viele HNO-Ärzte die operative Entfernung der krankhaften Mandeln. Eine dauerhafte Übergröße der Gaumen bzw. Rachenmandeln kann zu folgender Schädigung und Verhalten führen:


  • Dauernd offenstehender Mund mit dümmlichem Gesichtsausdruck
  • Schnarchen,
  • schlechte Schlafqualität,
  • Tagesmüdigkeit,
  • Teilnahmslosigkeit,
  • Gedeihstörungen,
  • Konzentrationsstörungen,
  • schlechte Schulleistungen,
  • Chronisch-eitrige Entzündungen des Nasen-Rachen-Bereichs, der Nasennebenhöhlen, der Bronchien und des Mittelohrs,
  • Kieferverformung und Fehlstellung der Zähne,
  • Kloßige Sprache,
  • Sprachentwicklungsstörungen


Es gibt allerdings sehr gute Möglichkeiten die Mandeln wieder auf Normalgröße zu reduzieren, ohne diese wichtige Eintrittspforte für Erreger aller Art operativ zu entfernen. Werden diese Mandeln frühzeitig entfernt, ist das Immunsystem unzureichend gegen Erreger geschult und es kann im Laufe des Lebens dazu führen, einen empfindlichen Gesundheitszustand zu haben. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt, "Entfernt man ein Teil, zerstört man das Ganze".


Kinder, aber auch seltener Erwachsene, mit dauerhaft übergroßen Mandeln, schlafen in großer Regel mit geöffnetem Mund. Es kann familiär dispositioniert sein oder auch angeeignet werden. Weshalb auch immer; mit geöffnetem Mund trocknen die Mundschleimhäute aus, dadurch werden die Lymphozyzen in den Mandeln aktiviert und vermehren sich. Die Folgen sind dauerhaft vergrößerte Mandeln mit möglichen gesundheitlicher Schädigungen.


SINN MACHT ES ALSO, DEN MUND WÄHREND DER NACHT GESCHLOSSEN ZU HALTEN ODER DIE UMGEBUNGSLUFT DES ATEMS ZU BEFEUCHTEN. MIT HILFE VON EINEM FLEXIBLEN "KINNBAND" ODER EINES ULTRASCHALL-RAUMBEFEUCHTER IST DIES MÖGLICH.


Durch einen geschlossenen Mund wird die Schleimhaut wieder genügend befeuchtet, so dass Erreger seltener die Mandeln alarmieren. Durch ein Befeuchtungsgerät werden auch die Schleimhäute bei geöffnetem Mund ausreichend befeuchtet, so dass der gleiche Effekt eintreten kann. Sollte der betroffene Mensch verstopfte Nasengänge haben, darf man ein Kinnband nicht anlegen. Wer also finanziell die Möglichkeit hat, ist bestens dazu angeraten, in der Phase der Mandelabschwellung einen Raumbefeuchter zu benutzen, um dann in Phase zwei, den Mensch mit einem Kinnband an einen geschlossenen Mund im Schlaf zu gewöhnen. Sind die Nasengänge nicht blockiert, kann man es problemlos mit ein Kinnband probieren.


Sollten die Rachenmandeln im Volksmund auch "Polypen" genannt schon so vergrößert sein, dass alleinige Nasenatmung nicht mehr ausreicht, dann sollte nur ein Raumbefeuchtungsgerät zum Einsatz kommen, bis die abgewucherten Polypen alleiniges Nasenatmen ermöglichen.


Noch ein guter Tipp für eine Raumbefeuchtelösung:


Man löst zu 100 Teilen destilliertes Wasser, 1 Teil unraffiniertes Himalayasalz auf und nimmt diese Solelösung zum Befeuchten der Umgebungsluft. Ebenfalls ist es ein Ideal für ein Nasenspray.


Kinnbänder gibt es, z. B. bei Ebay, bereits für ca. 8,00 € - verstellbare Einheitsgröße ist zu empfehlen.

Taugliche Ultraschallbefeuchter gibt es schon für ca. 30,00 € -Testberichte bzw. Kundenrezessionen vorab zu lesen ist ratsam.


Also, bevor das Ganze chronisch wird und am Ende die Mandeln doch rausoperiert werden sollen, vielleicht erst einmal abklären, ob das Kind mit offenem Mund schläft und dann diese Alternative ausprobieren. Kostet nicht viel, kann aber unter Umständen viel bewirken. Und wie bei allem: Nicht zu lange warten!


Gute Gesundheit wünsche ich allen!!!


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