Ex-Radprofi Jochen Tiffe plaudert aus dem Nähkästchen


Wegen seinem Engagement für diese Partei hat er einiges einstecken müssen.
Wegen seinem Engagement für diese Partei hat er einiges einstecken müssen.

Einst war er ein großer Sportler, eine Kölner Radsportlegende. Heute präsentiert er das Bild eines alten Mannes, obwohl erst 44 Jahre alt.


Das wundert einen nicht, hat er doch in seinem Leben viel durchgemacht. Unter anderem den Verlust seiner Frau und seines ungeborenen Kindes durch Mord auf offener Straße und der bis heute anhaltenden Beschattung durch den Verfassungsschutz. 


Doch warum das alles? Weil er die Wahrheit sagt? Irgendwann hat er einen Punkt erreicht, wo er nicht mehr hinter dem Berg halten konnte, mit dem was er weiß, was er erlebt hat. In einem fast einstündigen Video plaudert er ganz unverhohlen aus dem Nähkästchen. Am schwersten belastet er den Deutschen Bundestag und hochrangige Politiker wie Joschka Fischer. Der hat es sich angeblich in der Deutschen Botschaft in Südafrika so richtig gut gehen lassen. Als ehemaliger Drogendealer für Politiker und Unternehmer will er allerlei Drogen dorthin geliefert und durch seine Verbindungen noch so manch andere Details erfahren haben.


Die Vorwürfe lasten schwer und doch wurden in diese Richtungen keine Ermittlungen eingeleitet, im Gegenteil, Jochen Tiffe selbst ist derjenige, der diskreditiert und kleingehalten wird. Und trotzdem hält er an seinen Behauptungen fest. Ich meine, wer stellt sich der Öffentlichkeit und stellt so schwere Vorwürfe in den Raum, wenn da nicht ein Funken Wahrheit drinsteckt? Wer einmal ausplaudert wird fertig gemacht.


Der Fall Edathy


Das erinnert mich an den Fall Edathy, der erst kürzlich in der Presse herumging. Dabei hatte ich von vorneherein ein gespaltenes Gefühl. Für mich besteht immerhin die Möglichkeit, dass er einer Intrige zum Opfer gefallen ist. Gehen wir einmal davon aus, es würde sich anders verhalten. Wie wäre es, wenn er einfach nur zu viel herausgefunden hatte? Schließlich war er Vorsitzender des NSU-U-Ausschusses. Was hat er gewusst bzw. weiß er immernoch? Wir wissen doch, wie mit "Verrätern" umgegangen wird.


Ein weiterer verdächtiger Punkt ist die Tatsache, dass er als hochrangiger Politiker vor Gericht gestellt wurde, wegen einer Pädophilen-Angelegenheit. Jeder, der sich mit pädophilen Kinderschändern beschäftigt, weiß dass eine Krähe, der anderen kein Auge aushackt. Nie und nimmer würden die einen von den ihren auflaufen lassen. Normalerweise würde sie ihn eher decken und beschützen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Und was wäre, wenn sein Laptop wirklich gestohlen wurde und er somit keinen Gegenbeweis antreten konnte? Für mich hat das alles einen bitteren Nachgeschmack.


Aber so macht man das eben, wenn irgendeiner zu viel weiß. Bei Edathy war es vielleicht nur eine kleine Warnung. Was aber Jochen Tiffe durchmachen muss, ist weit aus schlimmer. Er hat alles verloren. Hoffen wir, dass er wengistens sein Leben behält, auch wenn das nicht unbedingt von hoher Lebensqualität erfüllt ist.


Über den Wahrheitsgehalt soll sich bitte jeder sein eigenes Bild machen. Ich weiß nur, dass es durchaus plausibel klingt und mich jetzt nicht wirklich überrascht. Auch wie jetzt mit ihm umgegangen wird, deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil der Wahrheit entspricht.



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Kommentare: 1
  • #1

    Axel Ringholz (Freitag, 07 Oktober 2016 11:18)

    Ich habe Ihr Video gesehen. Meine Hochachtung !!!
    Nun engagieren Sie sich in der Politik. Ich denke, Ihr Ziel ist es, dass Ethik
    wieder zurück in die Politik kehrt (falls sie dort jemals vorhanden war!)
    Vielleicht interessiert Sie, dass die Deutsche Mitte (www.deutsche-mitte.de)
    auch genau dieses Ziel verfolgt.
    Ich würde mich freuen, wenn Sie sich mal das Parteiprogramm ansehen.
    Vielleicht ergibt sich eine Zusammenarbeit.
    Vielen Dank und ALLES GUTE