Krümelmonster, Lady Gaga oder Brad Pitt auf der Gesundheitskarte deutscher Krankenkassen


Denn Keks schmeckt lecker, lecker, lecker...
Denn Keks schmeckt lecker, lecker, lecker...

Wer kennt es nicht, das liebevolle Krümelmonster aus der Sesamstraße, das ständig nur nach mehr Keksen lechzte und permanent alles vollkrümelte? Das arme Monster musste das Kekseessen in den USA leider nach 36 Jahren einstellen und durfte nur noch Obst und Gemüse zu sich nehmen, ab und zu mal einen Vollkornkeks. Aber das nur so nebenbei.


Nun darf das Krümelmonster sein Dasein auf einer Gesundheitskarte der BKK-VBU, eines gewissen Oliver Soundso, verbringen. Mit Keksen in der Hand, na, das freut uns doch. Aber wie kommt dieses Bild bloß auf diese Karte?


Na, ganz einfach. Der Oliver hat seine Gesundheitskarte beantragt oder wurde aufgefordert, im Sinne der Umstellung auf Bildkarten, diese zu erneuern. Dazu sollte er, wie alle anderen, ein Bild von sich einsenden. Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten: Er hat das Bild ausversehen verwechselt (unwahrscheinlich), er ist ein riesen Krümelmonster-Fan und möchte es immer bei sich tragen (eher wahrscheinlich), er wollte seine Krankenkasse auf den Arm nehmen und hat sich einen Spaß erlaubt (auch gut möglich) oder er wollte testen, ob die Krankenkassen auch wirklich jedes Bild einscannen, ohne es zu überprüfen (am wahrscheinlichsten). Wie auch immer, es hat funktioniert und das nicht nur bei ihm.


Es gibt wohl auch Gesundheitskarten mit Lady Gaga oder Brad Pritt drauf und wer weiß, mit wem sonst noch. Das Ganze flog allerdings in dem Moment auf, als ein Versicherter die Star-Wars-Figur Darth Vader einschickte. Das war einer Krankenkasse dann doch irgendwie aufgefallen. Dass dies bisher möglich war, liegt daran, dass die Krankenkassen sich nicht verpflichtet haben, die Bilder zu überprüfen. Wie denn auch? Es kann doch nicht für jede Gesundheitskarte jemand vor der Türe stehen. Ok, man könnte verlangen, dass der Versicherte zu einer Geschäftsstelle der Krankenkasse geht und sich dort identifiziert, aber das wurde bisher nicht verlangt.


Der Ärzteverband beklagt diese Vorgehensweise. Ach nö! Ich find`s lustig. Ich hab mich echt fast weggeschmissen vor Lachen, als ich das Bild vom Krümelmonster gesehen und den Artikel gelesen habe.


Na ja, wir sind zwar eine Bananenrepublik, aber keine Spaßrepublik. Schade, es hätte den ganzen bürokratischen Starrsinn etwas aufgefrischt. Das erinnert mich an den netten jungen Mann, der versucht hatte, seine Goldhasen zu Geld zu machen und äußerst dreist abgelehnt wurde [siehe hier].


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