Schwäbische Zeitung: Kritischer Artikel über sexuelle Vielfalt und Kindeswohl


Es ist meiner Freundin schon aufgefallen, dass die Schwäbische Zeitung hin und wieder mal kein Blatt vor den Mund nimmt und sogar äußerst kritische Leserbriefe zulässt und abdruckt. Das ist selten unter den Mainstream-Medien, jedoch sehr willkommen.

 

In dem Artikel vom 1.4.2015 geht es um die umstrittene sexuelle Vielfalt und das Kindeswohl. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Aprilscherz, was sich bei Artikeln zu diesem Datum oft vermuten lässt. Klaus Nachbaur hat sich offensichtlich mit dem Thema auseinandergesetzt.

 

Hauptprotagonist in diesem Artikel ist der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch, der seinen Bildungsplan für 2016 (vorher 2015 wurde aber verschoben) vehement verteidigt. Es gäbe Verleumder, alles sei doch gar nicht so schlimm, wie überall behauptet, man habe auch schon Verbesserungen in der Wortwahl der Entwurfsfassung vorgenommen und überhaupt, benutzen einige Kritiker diese ganze Debatte nur, um ihre eigenen politischen Interessen in den Vordergrund zu drängen. Zudem kenne er keine Schriften, die von irgendwelchen Lesben- und Schwulen-Verbänden als Handreichung an die Lehrergewerkschaft zum Weiterverteilen an die Lehrer geschickt wurden. Na gut, was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Aber er trägt trotzdem die Verantwortung.


Das liest sich alles ein bisschen wie Sigmar Gabriels Aussage zu TTIP: Wie kann man gegen etwas sein, dass es noch gar nicht gibt?

 

Auch wenn Andreas Stoch sichtlich genervt ist, wird er höchstwahrscheinlich an seinem Bildungsplan festhalten. Wer weiß, was da dahinter steckt. Vielleicht war die Durchsetzung der sexuellen Vielfalt - äh, Entschuldigung, die Begriffe wurden ja entschärft - also, der Toleranz und Akzeptanz Voraussetzung für dieses Amt. Wer sich nicht fügt, erhält auch diesen Posten nicht. So läuft es doch - oder? Aber Achtung, Herr Stoch, wenn dieser Schuss mal nur nicht nach hinten los geht. Schließlich begleiten sie dieses Amt nicht ewig, aber sie haben eine kleine Tochter, die voll in ihre Bildungspolitik hineinrast. Und etwas einmal Beschlossenes wird, wie wir aus Erfahrung wissen, nicht wieder zurückgezogen - niemals!


Der Verein Zukunft–Verantwortung–Lernen e.V. hat einen neuen Flyer zum Thema herausgegeben:

 

Sexualpädagogik der Vielfalt – eine kritische Auseinandersetzung mit einer einfältigen Ideologie

 

Dieser kann entweder selbst ausgedruckt oder über den Verein bestellt werden. Weitere Infomationen stehen direkt auf dem Flyer.


Dir gefällt dieser Artikel? Dann teile ihn mit Deinen Freunden!


Weitere Artikel aus den Kategorien:


Kommentar schreiben

Kommentare: 0