Der Smartphone/Handy-Wahn - der beste Weg zu psychischen und physischen Gesundheitsschäden


Ganz oft wird jede Gelegenheit sofort genutzt um Nachrichten abzurufen
Ganz oft wird jede Gelegenheit sofort genutzt um Nachrichten abzurufen

Wer jetzt denkt, dieses Bild wäre übertrieben, dem kann ich nur sagen: Ist es nicht! Ich habe schon desöfteren gesehen, dass Gelegenheiten sofort genutzt werden, um in das Smartphone zu schauen. Vor allem, wenn es vorher schon die ganze Zeit gepiept oder vibriert hat, muss manch einer unbedingt wissen, was es für neueste Meldungen gibt.

 

Vermutlich checken die mutmaßlichen Herren noch vor der Essensbestellung erstmal ihre Nachrichten. Vielleicht erhielten sie vorher in einer Sitzung, bei der Arbeit oder einer anderen Veranstaltung absolutes Handy-Verbot. Ein längeres Handy-Verbot kann durchaus (wie bei Rauchern, die gleich ihre Zigarette anzünden, sobald sie die Gelegenheit bekommen) zu Entzugserscheinungen führen. Nervosität und Angespanntheit sind die häufigsten Symptome.

 

Wer selbst nicht ständig seinen Blick auf ein Smartphone/Handy richtet, kann das sehr gut beobachten. Mir ist das gerade an Orten, an denen Menschen warten müssen, extrem aufgefallen. Der Bahnhof z. B., dort stehen sie zu Dutzenden da und beschäftigen sich mit ihren Geräten. Diese Beschäftigung wird dann nur zum Einsteigen und Platz aussuchen unterbrochen, dann geht es fröhlich weiter. Solange, bis der Akku leer ist. Die ganz Harten unter den Smartphonern haben natürlich gleich zwei dabei oder tragen immer ein Ladekabel bei sich, um bei jeder sich bietenden Gelegenheit Strom abzuzapfen (z. B. Cafes oder Gaststätten).

 

Die Schäden, die eine Langzeitnutzung von Smartphones hervorruft sind schon längst bekannt. Empirische Studien haben bewiesen, dass eine ganze Reihe physische Gesundheitsschäden durch Handy-Strahlung verursacht werden können. Schlafstörungen, Übelkeit, Schwindel, Nervenstörungen, Krebs uvm., sind Krankheiten die Menschen entwickeln, wenn sie länger unter dem Einfluss von Handy-Strahlen stehen. Bei Kindern geht es häufig schneller, sie sind sensibler.

 

In diesem Video wurden Ausschnitte (auch aus den Mainstream-Medien) zusammengefasst, die klar belegen, dass uns die Masse der Strahlung krank macht. Es lässt sich also nicht mehr leugnen. 


Und noch ein paar weitere Schäden...

Zu dem hat sich noch eine weitere Volkskrankheit, vor allem unter Jugendlichen entwickelt (da sie mehr die kostenfreie Kommunikation, wie z. B. Whatsapp, nutzen), nämlich der sogenannte "Handy-Nacken". Die ständige Haltung in der Hand, hat nicht nur Auswirkungen auf die Meridiane in den Handinnenflächen, sondern sorgt auch dafür, dass sich die Wirbelsäule verändert. Der New Yorker Mediziner Kenneth K. Hansraj führte diese Studie (pdf) durch. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Wirbelsäule im Vergleich zur normalen Kopfhaltung etwa das fünffache Gewicht aushalten muss, wenn man den Kopf um 60 Grad nach vorn neigt, um auf solche Geräte zu schauen. Gerade für Kinder und Jugendliche ist das eine verheerende und nachhaltige, fast irreparable, Entwicklung.


Quelle: chip.de


Der "Handy-Daumen" ist auch nicht zu verachten. Hier können sich, neben einer Sehnenscheidenentzündung, auch noch Missbildungen in den Knochen bemerkbar machen. Die ständig gleichen Bewegungen, hinterlassen, gerade in der Entwicklung, die meisten Spuren. Außerdem werden dadurch Vernetzungen im Hirn gebildet. Das zeigen die ersten Studien: Nirgendwo sonst lernt man Fingerfertigkeit so gut wie beim Bedienen einer Tastatur oder beim Schreiben einer SMS. Das hinterlässt Spuren im Gehirn. So ist etwa in den letzten zehn Jahren die Hirnregion, die den Daumen steuert, bei Jugendlichen viel größer geworden. Dort haben sich immer feinere, dichtere Vernetzungen ausgebildet, die ihnen erstaunlich schnelle Daumenbewegungen ermöglichen. Die Jugendlichen entwickeln ihr Hirn so, dass es optimal an diese Erfordernisse angepasst ist. Die Frage ist nur, ob es in Zukunft in unserer Gesellschaft entscheidend ist, dass man seinen Daumen möglichst schnell bewegen kann.


Quelle: Gerald Hüther


Die psychischen Schäden sind vielleicht sogar noch schlimmer

Kommunikation ist eine der wichtigsten Säulen für eine soziale Gesellschaft. Jeder kann sich denken, wo eine Welt hinführen würde, wenn wir nicht mehr miteinander kommunizieren. Dabei spielt jedoch die Art und Weise der Kommunikation eine wichtige Rolle.

 

Die Körpersprache ist auch eine Art der Kommunikation und die fehlt uns bei technischen Geräten vollständig. Zwar kann man seine Emotionen durch sogenannte Emoticons, Smileys oder bestimmte Satzzeichen ausdrücken, Wortgewandte auch über den Text, aber trotzdem fehlen hier die echten Emotionen, die auf energetischer Ebene ausgetauscht werden.

 

Und so kann es kommen, dass mit der Zeit die Empathie gegenüber anderen Menschen verloren geht und man dadurch die Körpersprache seines Gegenübers nicht mehr richtig deuten kann. Was eventuell zur Folge hat, dass man seine eigene Körpersprache nicht mehr richtig einsetzen und es so zu Missverständnissen kommen kann.

 

Vielen extrem Handy- und Internet-Nutzern geht zudem die Fähigkeit Konflikte persönlich zu lösen abhanden. Für sie ist es viel einfacher per SMS "Schluss" zu machen und denjenigen danach einfach zu "blockieren". Die Gefahr, dass man sich persönlich begegnet kann man dann dadurch bequem ausschließen, in dem man sich auf Facebook über andere Freunde informiert, was derjenige an dem und dem Tag macht. Dabei erfährt man auch gleichzeitig, was der andere über einen hintenrum so alles schreibt. Toll, immer schön allem aus dem Weg gehen.

 

Briefe schreiben geht gar nicht

 

Früher gab es noch die klassische Postkarte aus dem Urlaubsort. Da hat man sich noch schöne Karten, mit Motiven vom Urlaubsort, gekauft. Heute macht man zwanzig Fotos mit der Smartphone-Kamera und stellt diese dann, für alle Freunde sichtbar, auf Facebook. Wozu sich noch die Arbeit machen und sich am Strandcafe stundenlang hinsetzen und Postkarten schreiben und dann auch noch Porto dafür bezahlen? Machen heutzutage nur noch die Nostalgischen.

 

Brieffreundschaften gibt es auch nicht mehr. Kennen das die jungen Leute von heute überhaupt noch? Keine Gruß- und Glückwunschkarten, keine langen Briefe mehr, nur noch kurze elektronische Post mit digitalen Animationen. Ich gebe zu, diesen Dienst auch ab und zu in Anspruch zu nehmen. Aber wenigstens telefoniere ich noch bei mancher Gelegenheit.

 

Was den Viel-Handy-Nutzern dadurch verloren geht, ist die Handschrift, die Grammatik und die Rechtschreibung. Warum das so ist, versteht sich von selbst. Die Programme sind heute schon so ausgelegt, dass sie sogar Wortvorschläge passend zur Unterhaltung anbieten. Wenn ich z. B. schreibe: W - erscheint sofort Wie, als nächstes tippe ich ein g - erscheint sofort geht`s, dann ist es eigentlich egal, welchen Buchstaben ich eintippe, es erscheint sofort Dir. Man braucht also nicht einmal mehr das Hirn einschalten. Die Vorschläge erscheinen im Hand umdrehen.

 

Wie wichtig die Handschrift ist, wird oft unterschätzt. Sie sorgt dafür, dass sich Vernetzungen im Gehirn bilden und diese können sich auf unser gesamtes Leben auswirken. Dazu lese ich gerade von Vimala Rogers "Ändern Sie Ihre Handschrift und Sie ändern Ihr Leben!". Sehr aufschlussreich dieses Buch. Darüber werde ich auch noch etwas schreiben.

 

Wo führt das noch hin, wenn der Mensch alles an Maschinen abgibt? Er macht sich auf lange Sicht selbst zum Roboter. Er gibt die Verantwortung ab und verliert mit der Zeit alle Fähigkeiten, die einzigartig für den Menschen sind. Emotionen, Kreativität, soziales Verhalten, Empathie und vieles, vieles mehr...


Ein Schülerprojekt soll zum Nachdenken anregen

Ein weiteres Thema ist die fehlende Aufmerksamkeit im Straßenverkehr durch Smartphones/Handys. Dazu haben ein paar Schüler im Rahmen eines Themenabends ein Video gedreht und auf YouTube veröffentlicht. Sie gaben ihrem Beitrag den Namen: "Öffnet die Augen, nicht das Internet!".


Dass dieser Beitrag jedoch auch nur bei einem einzigen Schüler eine Umkehr bzw. Einsicht bewirkt hat, mag ich ehrlich gesagt stark bezweifeln. Zwar mag der eine oder andere gesagt (oder gleich mal gepostet haben) wie schrecklich das ist, aber sein Smartphone wird deswegen wohl kaum einer abgeschafft haben.


Der Abschnitt am Schluss ist anscheinend auch zur gespielt, obwohl es den Eindruck erweckt, dass es sich hierbei um einen realistischen Fall handelt. Ich habe recherchiert und konnte zum Glück keinen derartigen Vorfall dazu finden. Also "nur" eine Fiktion.


Tolle Idee eines findigen 27-Jährigen:

 

Smartphone-Nutzer legt sich Blindenhund zu, um nicht mehr auf Verkehr achten zu müssen


(Danke, lieber Werner, für diesen erfrischenden Tipp!)


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Kommentare: 1
  • #1

    Frieda (Montag, 22 August 2016)

    Ein unglaublich guter und gelungener Artikel, Respekt!
    Der Handywahn nimmt den Menschen ein *sich einfach mal Anlächeln im vorbeigehen* und das zwischenmenschliche wundervolle Zusammensein. Wir verkümmern, wegen einem Handy!!! Traurig......................