Bargeld ade! Scheiden tut weh!


Bald braucht man keinen Geldbeutel mehr sondern nur noch Kartenetuis!
Bald braucht man keinen Geldbeutel mehr sondern nur noch Kartenetuis!

Es ist zwar nichts wert, also genau genommen (weil auch hinter dem Bargeld keine Deckung steht), aber immerhin ist es realer als das Luftgeld, mit dem die Banken und Börsen arbeiten. Und nun möchte man es stückchenweise abschaffen: Das gute alte Bargeld.

 

Um es mal wieder mit den Worten von Jean-Claude Juncker (Präsident der europäischen Kommission) auszudrücken:


"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."


So fängt es an - immer! Selbst wenn es doch ein größeres Geschrei gibt, wird das ausgesessen. Siehe Euro, S21, ESM, TTIP, Ceta, TiSA, Gendermainstream, Bildungsplan, Flüchtlinge, PKW-Maut - hab ich was vergessen!? Es ist immer die gleiche Masche: Lasst sie schreien, die beruhigen sich schon wieder! So war es schon immer und so wird es auch bleiben, wenn sich nicht grundlegend etwas ändert.


Sie haben Zeit und Geduld. All diese Änderungen sind generationsübergreifend. Es sind Grundsteine die gelegt werden. Was das Bargeld angeht, steht dem Vorhaben derzeit immer noch die alte Generation im Wege. Z. B. die Rentner mit ihren "Matratzen" und "Sparstrümpfen" und ihrer Abneigung zur modernen Technologie. Aber auch die Eltern-Generation tut sich noch schwer mit elektronischen Zahlungsmitteln. All diejenigen, die mit Bargeld aufgewachsen sind, sind schwer davon wegzubekommen. Doch unmittelbar danach kommt schon die Smartphone-Generation und mit denen ist es ein Leichtes. Die hat man schon so weit konditioniert, dass sie alles Elektronische dankbar annehmen - aus Faulheit. Für sie stehen keine Vergleiche zur Verfügung. Kontrolle ist ihnen "noch" völlig egal, darüber machen sie sich noch keine Gedanken und wenn sie es dann einmal bemerken, ist es schon zu spät.


Was passiert eigentlich, wenn das Bargeld verschwunden ist?


Keine Schwarzgeldgeschäfte und keine Kriminalität mehr?

Die Großen können weiterhin Steuern hinterziehen. Es trifft mal wieder nur den Kleinen.
Die Großen können weiterhin Steuern hinterziehen. Es trifft mal wieder nur den Kleinen.

Im Großen, wie im Kleinen. Was für den kleinen "Bürger" bedeutet, dass er kein Bargeld mehr beiseite schaffen kann (er dürfte es ja nicht mehr ausgeben), bedeutet ebenso, dass es auch den Gangstern schwer gemacht wird. Zumindest bringt es ihnen nichts mehr. Heißt: Keine Schwarzgeld-Koffer-Geschäfte mehr für die Partei-Genossen!!! Aber für solche Fälle werden dann wahrscheinlich "Schweizer-Schwarzgeld-Karten" erfunden. Die finden immer eine Lösung.

 

Doch was macht der kleine Handwerker, der von kleinen Zuschüben ohne den Fiskus praktisch überlebt? Oder die Bedienung, die zum Teil auf das Trinkgeld angewiesen ist? Oder die Rentner, die all ihre Ersparnisse in "Sparstrümpfen" oder unter der "Matratze" horten, weil sie einfach nicht mit dem technischen Kram zurecht kommen? Oder die Menschen, die über kein Konto verfügen? Oder die Kids, die sich ein bisschen mehr als ein paar hundert Euro ansparen wollen, um sich später etwas Größeres anzuschaffen? Dabei denke ich an die vielen Zeitungsausträger oder Hundeausführer. Von welchem Konto sollen die sich dann bedienen? Oder die, die sich Bargeld zusammenschnorren, um sich ein kleines gebrauchtes Auto kaufen zu können? Wenn das Bargeld verschwindet, verschwinden auch solche Angewohnheiten. 

 

In Deutschland wird immerhin noch die Hälfte der Geschäfte im Einzelhandel per Barzahlung abgewickelt.

 

Die Italiener sind waren die Bargeldnutzer schlechthin. Bis man im Dezember 2011 die Bargeld-Grenze von 1.000 Euro eingeführt hat. Was die Italiener aber nicht sonderlich interessiert, solange noch Bargeld im Umlauf ist.

 

Die fatale Liebe der Italiener zum 500-Euro-Schein

 

Ach so, schon gewusst: Selbst Touristen dürfen nur noch Rechnungen bis zu 999 Euro bezahlen. Sonst gibt`s Ärger.

 

Cash-Verbot ab 1000 Euro auch für Touristen

 

Die Schweden allerdings sind schon ein ganzes Stück weiter. Wer in Stockholm mit dem Bus fahren will, kann beim Einsteigen nur eine Karte über das Mobiltelefon kaufen. Wie fies ist das denn? Die armen Rentner dürfen jetzt nicht mehr Bus fahren, oder was?

 

Schweden schafft das Bargeld ab


So kann nur die Elite argumentieren

In den Kreisen bezahlt man sowieso nicht mit Bargeld
In den Kreisen bezahlt man sowieso nicht mit Bargeld

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Kenneth Rogoff plädiert jetzt schon fleißig in Vorträgen, wie z. B. vor dem Ifo-Institut München, für die Abschaffung von Bargeld. Der Harvard-Professor und ehemalige Schachweltmeister war von 2001-2003 Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) und weiß ganz genau, an welchen Stellen er missionieren muss.

 

Er argumentiert, dass man mit der Abschaffung des Bargeldes z. B. den Negativzins einführen könnte. Ein Zins mit dem man Guthaben belasten kann. Bargeld kann man nicht mit einem Negativzins belasten, weil Bargeld einem Zinsatz von Null entspricht. Generell spricht nichts dagegen, das Zins- und Zinseszinsgeschäft abzuschaffen, doch von dieser grundsätzlich guten Maßnahme würden mit Sicherheit nur ein paar wenige profitieren. Sie würden solche Vorschläge nicht vorbringen, hätten sie nicht ein oder sogar alle vier Asse im Ärmel. Uns wird nichts geschenkt, davon kann man ausgehen.

 

Ein weiteres völlig schwachsinniges Argument ist, man könne damit die Kriminalität eindämmen. Erst kürzlich habe man bei einem Drogenbaron Bargeld gefunden. Toll! Man entziehe dem Drogenbaron sein einzig gewaltfreies Zahlungsmittel, dann wird der einen Weg finden, damit seine Schergen auch ohne Bargeld für ihn arbeiten. Und die Drogenabhängigen werden sich dann im Kreditkarten-Betrug schulen. Bevor die aufhören Drogen zu nehmen, verlagern sie ihre kriminellen Aktivitäten. Dann werden eben nur noch verwertbare Gegenstände geklaut und kein Bargeld mehr. Auch die finden immer einen Weg.

 

Als steinreicher (davon gehe ich einfach mal aus) Wirtschaftsexperte kann man solche Argumente locker flockig vortragen. Der hat wahrscheinlich noch nie Bargeld besessen. Das ist eine ganz andere Liga. Er muss sich bestimmt nicht mit den kleinen Dingen des Alltags abgeben, das tun andere für ihn. Er muss nicht einkaufen gehen oder seine fette Limousine betanken.

 

Rogoff plädiert für Abschaffung des Bargeldes


Vielleicht kommt ja eines Tages genau der Aufschrei der erhört wird. Also machen wir genauso geduldig weiter wie die Junckers dieser Welt - schreien wir!!! Jedesmal, unaufhörlich, immer wieder und wieder und wieder!!!


Denn ein Vorteil hat die ganze moderne Technik: Man kann alles wunderbar schnell verbreiten :-)


Deshalb: Bitte unterzeichnen - weiterleiten - andere informieren!


Petition an die Regierung

Bargeld erhalten


Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich gegen die Tendenz zur Reduzierung und schließlich Abschaffung des Bargeldes zu stellen. Das Bargeld darf nicht abgeschafft oder gar verboten werden.


Bargeld bedeutet bürgerliche Freiheit und Schutz vor staatlicher und kommerzieller Überwachung. Bargeld bewahrt die Verbraucher vor überflüssigen Gebühren. Es ist Teil der Souveränität und Selbstbestimmung sowohl des einzelnen Bürgers als auch der Zivilgesellschaft insgesamt. Deshalb muss es unbedingt erhalten bleiben.


  • Verteidigen Sie die Unabhängigkeit der Menschen.
  • Reduzieren Sie den Einfluss der Banken auf das notwendige Minimum.
  • Verhindern Sie die schrankenlose Überwachung.
  • Setzen Sie sich für den Erhalt des Bargelds ein.

Hintergrund

 

Die Abschaffung des Bargelds ist ein gemeinsamer Traum von Banken und Staaten: Der Banken, weil sie durch Gebühren für Kartenzahlungen mehr verdienen. Der Staaten, weil die elektronischen Geldflüsse hervorragende Überwachungsmöglichkeiten bieten.

 

Es ist ein globaler Trend: Statt mit Bargeld, zahlen immer mehr Menschen mit Kreditkarte oder online per Smartphone. Dieser Trend hat System. Vorreiter dieser Entwicklung ist Schweden. Aber auch in den USA hat sich eine Kreditkartenschwemme durchgesetzt. In zahlreichen Staaten wurde die Summe des in bar abhebbaren Geldes beschränkt. In Schweden haben bereits einige Bankfilialen die Auszahlung von Bargeld eingestellt.

 

In Deutschland wird immerhin noch die Hälfte der Geschäfte im Einzelhandel per Barzahlung abgewickelt. Doch auch hier zeigt sich eine Tendenz in Richtung digitaler Bezahlung oder via Kreditkarte.

 

Dieser Trend wird von verschiedenen Ökonomen, Bankern und Politikern forciert. Denn es kommt den Interessen der Banken und des Staates (Gebühren und Überwachung) entgegen. So ist es wenig erstaunlich, dass es immer wieder Bestrebungen gibt, das Bargeld abzuschaffen.

 

Hierzu werden die verschiedensten Vorwände gebraucht. So soll Bargeld mit Krankheitserregern verseucht sein; des Weiteren würden Kriminelle von der Existenz des Bargelds profitieren, etwa durch Schwarzhandel, Geldwäsche, Schwarzarbeit oder Steuerflucht. Außerdem werden die hohen Kosten der Herstellung von Münzen und Scheinen als Argument herangezogen.

 

Doch die Abschaffung des Bargeldes birgt große Risiken. Die Bürger wären der Funktion des elektronischen Finanzsystems ausgeliefert. Bei technischen Fehlern oder falschen Datensätzen könnten Menschen in schwierige Situationen geraten, z.B. wenn eine dringende Zahlung ansteht, man im Urlaub ist oder dringend etwas einkaufen muss - und just in diesem Moment die Karte defekt ist oder Datenfehler vorliegen.

 

Noch schlimmer ist der Aspekt der totalen Überwachung. Jeder kleine Geldtranfer wäre digital registriert und einsehbar. Dies wäre ein weiterer Schritt zum gläsernen Bürger. Zudem hätte die Menschen kaum noch Möglichkeiten, sich den Zinsdiktaten der Finanzinstitute zu entziehen.

 

Droht Europa die Abschaffung des Bargeldes?

Dir gefällt dieser Artikel? Dann teile ihn mit Deinen Freunden!


Weitere Artikel aus den Kategorien:


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Bettina (Samstag, 09 Mai 2015 20:10)

    VIELEN DANK, ich wusste bisher nicht, dass es schon eine Petition gibt. Die Abschaffung des Bargeldes wäre eine fatale Entwicklung, einen Schritt weiter gegen die Freiheit des Menschen in Richtung totale Überwachung. Wenn wir etwas verhindern sollten, dann unbedingt das. Ich hoffe sehr, dass es vielen Menschen bewusst ist, was es bedeuten würde, und sich genügend entsprechend engagieren!