Elfjähriger wird verklagt! Anwälte werden immer skrupelloser!


Wie aus einem entspannten Fussball-Spiel ein Drama werden kann
Wie aus einem entspannten Fussball-Spiel ein Drama werden kann

Das schlägt dem Fass den Boden aus! Es ist unglaublich, was sich der Rechtsanwalt Friedrich Huber aus Cham (Oberpfalz) traut. Er will einen elfjährigen Jungen doch tatsächlich vor Gericht zerren, weil dieser bei einem Fussball-Spiel einer Zuschauerin ausversehen die Brille von der Nase geschossen hat.


Es war ein ganz entspanntes Fussball-Spiel, bei dem Eltern mit ihren Sprösslingen auf einen Sieg hoffen. Dort rechnet man mit allem, auch mal mit Verletzungen, aber nicht damit, dass einen dieses Spiel einmal zum Verhängnis werden könnte. So allerdings ist es Jonas ergangen. Seit einem Fehlschuss vor knapp einem Jahr, erhält er immer wieder Anwalts- und Gerichtspost.

Dass ein Elfjähriger kein Fussballprofi ist, kann man sich schon denken, da kann dann auch mal ein Schuss daneben gehen. So auch bei Jonas. Er zielte, schoss und... traf daneben, also nicht richtig daneben, aber eben nicht das richtige Ziel, der Ball prallt am Torpfosten ab und sucht sich auf Umwegen ein anderes Ziel: das Gesicht einer Spielermutter. Bumm, mitten ins Schwarze. Blöderweise ist die Frau Brillenträgerin (wofür Jonas ja auch nichts kann), heißt, er (eigentlich der Ball und nicht Jonas) schießt ihr dadurch die Brille von der Nase. Zu Jonas Pech trägt sie auch noch eine teure Brille.


Jetzt sollen die Eltern 710 € Schadensersatz für eine neue Brille bezahlen. Für was? Muss man bei einem Fussballspiel nicht damit rechnen, dass der Ball auch mal daneben geht? Hat der Verein keine Versicherung? Kann ein Elfjähriger haftbar gemacht werden? Fragen über Fragen, die jetzt der Chamer Rechtsverdreher Friedrich Huber klären soll. Den hat sich die gute Frau nämlich zu Hilfe geholt, weil die Eltern, der Vereinschef und die Haftpflichtversicherung sagen: Selbst schuld - Risiko! Und da sich alle außen vor halten, schnappt sich der Anwalt halt den unmittelbaren Schädiger: Jonas!


Der schlägt sich seit diesem Fauxpas mit Anwalts- und Gerichtsschreiben herum, die nicht einmal ein Erwachsener versteht. Der weitere Verlauf ist abzuwarten. Der Rechtsverdreher allerdings lässt nicht locker und will das Ding durchziehen.


In was für einer Welt leben wir eigentlich? Wo man elfjährige Kinder vor Gericht zerrt und ihnen das Gefühl übermittelt, sie hätten etwas falsch gemacht. Als nächstes kommt das Jugendamt und nimmt den Eltern das Kind weg: Wegen Erziehungsunfähigkeit! Wundern würde mich das nicht.


Den ganzen spannenden Artikel gibt es hier zu lesen!


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