Mietmäuler - über wahre Sprachkünstler und geschmierte Lügenbarone


Ob Zungenbrecher oder Verbrecher-Zungen, für beides kann man sich das passende "Maul" mieten.
Ob Zungenbrecher oder Verbrecher-Zungen, für beides kann man sich das passende "Maul" mieten.

"Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing!"


Diese Redewendung drückt hervorragend aus, um was es bei sogenannten "Mietmäulern" geht. Dabei gibt es zwei Kategorien. Zum einen die wahren Sprachkünstler, die mit bemerkenswerter Präzision sprechen können, ohne sich auch nur einmal die berühmte Zunge zu brechen. Man findet sie auf Hörbüchern oder in der Werbung. Es sind "professionelle Sprecher". Auch hier gibt es inzwischen richtige "Stars", also Stimmen, die man schon in fast jeder Werbung hört. Sehr bekannt ist diese etwas rauchige, ruhige Stimme von Dominik Zeltner.  


Es gibt aber noch eine andere Spezies der Mietmäuler - die weniger künstlerisch, dafür mehr heuchlerisch Begabten. Bei ihnen kommt es nicht auf die Stimme und die Kunst zu sprechen an, sondern auf den vorgekauten Inhalt.


Angela Merkel - mal ein Mietmaul, mal ein Leierkasten

Das in Deutschland bekannteste Mietmaul ist Angela "nicht-meine-Kanzlerin" Merkel. Von Sprachkunst kann hier wahrlich nicht die Rede sein. Sie nuschelt und hat eine, für mich zumindest, äußerst unangenehme Stimme. In den Jahren als Möchtegern-Kanzlerin hätte sie doch zwischendurch ruhig mal die Zeit finden können, zu einem Logopäden zu gehen. Das ist sie uns schuldig, wenn sie schon so oft in der Öffentlichkeit spricht.


"Wes Lakai ich bin, des Lügen ich sprech!", wäre für AM wohl die treffendere Redewendung. Sie liest alles vor, was man ihr auf`s Rednerpult tackert. Freies Reden war noch nie ihre Stärke, dafür benutzt sie immer die gleichen abgedroschenen Phrasen. Ähnlich einem Leierkasten, der nur über eine Stiftwalze verfügt. Was am Ende aus der Pfeife rauskommt, ist nichts weiter als heiße Luft. Immer und immer wieder die gleiche Leier.


Das sind die politischen Mietmäuler, von denen es in der Politik nur so wimmelt.


"Eine Hand wäscht die andere - und wenn`s mit Schmierseife ist!"

Ekkehard Fritsch


Lassen Sie doch mal den Experten sprechen!

Jetzt mal ehrlich, dass Politiker lügen und nach dem Mund ihrer Brötchengeber sprechen ist nicht wirklich überraschend.


Doch wie sieht es aus mit sogenannten Experten?


"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

Berthold Brecht


Eine äußerst gefährliche Spezies der Mietmäuler kommt aus dem medizinischen Milieu. Professoren, Ärzte, Wissenschaftler - Menschen, denen man eigentlich vertrauen sollte. Schließlich müssten die es ja wissen. Doch weit gefehlt. Sie sind die Sprachrohre der Pharma-Giganten. Wer würde einem Pharmalobbyisten Glauben schenken? Niemand. Da wären die Interessen einfach zu offensichtlich. Deshalb mieten oder schmieren oder korrumpieren die großen Firmen namhafte Experten, die deren Interessen in die Öffentlichkeit tragen.


Dabei sind Professoren die Beliebtesten. Es macht sich super, es weckt Vertrauen, wenn im Fernsehen, bei einer Sendung eingeblendet wird: Prof. Dr. Dr. Dr. med. Alles Wisser. Wer kann dem schon widersprechen? Ja, nicht genug, dass man den Quatsch selbst glaubt, bei jeder Weiterverbreitung heißt es dann: "Das hat aber der Prof. Dr. Dr. Dr. Alles Wisser in der und der Sendung gesagt!" - "Ach so, ja dann!".


Hier noch ein interessanter Artikel über die geschmierten Lügenbarone


Meinen vollsten Respekt für diesen Mann, der ein wahrer Sprachkünstler ist

Ich hab ja schon meine Schwierigkeiten bei Rhabarber Barbara. Lasst Euch überraschen, wie weit es Dominik Zeltner bringt!!!


Vielen Dank, lieber Papa, lieber Werner, für den Tipp!


(Witzig, der Tipp kam von beiden - unabhängig!)


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