Amerikanischer Pastor lässt Dampf ab über die Verherrlichung von Gewalt


Wenn Killer zur Legende werden
Wenn Killer zur Legende werden

Vergessen wir mal für einen Augenblick, dass es sich hierbei um eine Predigt von einem Pastor handelt und konzentrieren uns auf den Inhalt. Und da stimme ich ihm voll zu.


Gleich zu Beginn regt er sich über einen Film auf, der dieses Jahr in die Kinos kam und jetzt schon für ganz viele Oskars nominiert ist: American Sniper. Es ist die Verfilmung eines amerikanischen Scharfschützen, den es wirklich gab und der in dem Film mal wieder ganz anders dargestellt wird, als er wirklich war. Man nennt ihn auch eine "Legende".

Chris Kyle, der Scharfschütze um den es hier geht, soll in seinem Buch geschrieben haben: "...dass er es genoss ("Enjoyed it") Feinde zu töten. Auch Teenager. Der Film macht aus ihm einen sensiblen Softie." (aus einem YouTube-Kommentar). Es ist schon so, dass die meisten Zuschauer in ihm so etwas wie einen Helden sehen. Jetzt kann man sich streiten, ob er einfach keine Wahl hatte und eben nur seinen "Job" macht oder ob er etwas auslebt, was in ihm schlummerte und er es auf diese Weise erst so richtig auskosten kann, nämlich das Töten von Menschen. Solche Menschen soll es ja auch geben.


Worauf der Pastor jedoch hinaus will, ist die Tatsache, dass ungemein viele Menschen es spannend, toll, ja sogar richtig faszinierend finden, sich die Geschichte eines hinterhältigen Scharfschützen anzusehen. Dieses Phänomen kennt man auch von Filmen über Massenmörder. In dem Film "Der Fall des Ted Bundy" wird der Rolle eine schlimme Kindheit angehaftet, was jedoch überhaupt nicht stimmt. Das soll wohl Mitleid erregen und Verständnis für die grausamen Morde die Ted Bundy begangen hat herauskitzeln. Wie krank ist das denn? Was denken sich die Regisseure bloß dabei?


Da wird der Protagonist zum Helden hochstilisiert. Am Ende ist nichts Schlimmes mehr dabei, man gewöhnt sich eben dran. Im Gegenteil, dadurch werden viele Nachahmer geschaffen. Dafür kauft man sich dann ein Computerspiel und kann damit auch als Scharfschütze in den Krieg ziehen und Menschen hinterhältig abknallen. Call of Duty ist eines der beliebtesten Kriegsspiele aller Zeiten. In der vierten Version kann man auch Scharfschützenmissionen annehmen - klasse! In dem ebenso beliebten Spiel Grand Theft Auto darf man einen Schwerverbrecher spielen, der dann auch schon mal jemanden vergewaltigt. Ein Hacker hatte die Vergewaltigung programmiert und die Mitspieler waren empört darüber, dass jemand außer Polizisten zu ermorden andere vergewaltigt hat - ojemine! Mord ist ok, Vergewaltigung nicht! Einfach nur total krank das Ganze! 


Nicht mehr so dumm, wie noch vor ein paar Jahren!

Während seiner Predigt fragt der Pastor, wer noch an die offizielle Version von 9/11 glaubt - der soll die Hand strecken. Keiner streckt mehr die Hand. Wer aber glaubt, dass dies ein Insider-Job war, der solle die Hand strecken - fast alle Hände gehen hoch. So, so... sie sind also nicht mehr so dumm und leichtgläubig, wie noch vor ein paar Jahren. Der Patriotismus bröckelt und der Glaube an eine beschützende menschenfreundliche Regierung noch mehr. Sie wissen inzwischen wer dahintersteckt. Der Pastor sagt es ganz deutlich: "...unser Land übernimmt die ganze Welt - für den Teufel und Israel!". So langsam können sie aufhören, mit ihrem Stolz darauf, Amerikaner zu sein. Heutzutage verbindet man Amerika nicht mehr mit dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der uneingeschränkten Freiheit. Heutzutage assoziiert man Amerika nur noch mit Krieg, Folter und Armut. Schönes Land, das einem schon die Angst in die Knochen treibt, wenn man nur seinen Namen hört.


15 Minuten, die man sich mal anhören sollte


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