Warum eine Weltregierung nicht funktionieren kann


Die Welt und ihre Bewohner sollen in eine totalitäre Einheit gepresst werden
Die Welt und ihre Bewohner sollen in eine totalitäre Einheit gepresst werden

Auch wenn wir Menschen alle zur gleichen Spezies gehören, so sind wir doch verschieden. Das liegt wohl daran, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen möchte. Genau das macht es nahezu unmöglich uns alle zu vereinen.

 

Das ist für mich auch der Grund, warum ich mir eine Neue Weltordnung einfach nicht vorstellen kann. Das würde ja voraussetzen, dass deren Gesetze für ALLE gelten sollen. "Ein Weltvolk, ein Weltreich, eine Weltregierung und eine Weltwährung...", das sind die Ziele der Weltfaschisten.

 

Manche nennen das auch "Globalisierung", was die weltweite Verflechtung in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur u. a. bedeutet. Dies ist allerdings nur ein harmloserer Begriff für ein und dasselbe Vorhaben. Denn auch hier soll alles auf Einheit gebracht werden. Was gar nicht möglich ist, alleine schon im kulturellen Bereich ist dieses Ziel nicht durchsetzbar. Denn Kultur und Tradition sind tief verwurzelt.


Worin unterscheidet sich der Mensch?

Ein Ei gleicht eben nicht dem anderen
Ein Ei gleicht eben nicht dem anderen

Ich würde mal sagen: In allem! Nicht einmal eineiige Zwillinge gleichen sich absolut. Sonst wären die Eltern wohl kaum in der Lage ihre Kinder auseinanderzuhalten. Es gibt immer Merkmale, die den Unterschied hervorbringen. Vielleicht nicht äußerlich, aber jede Gangart, Körpersprache und Persönlichkeit ist einzigartig. Der Mensch ist ein Individuum - ein Einzelwesen in seiner jeweiligen Besonderheit. Und wenn sich nicht einmal eineiige Zwillinge absolut gleichen, wie könnten es dann die anderen?

 

Vorlieben, Fähigkeiten, Talente, Geschmäcker, Ansichten, Erfahrungen, Erkenntnisse usw., auch wenn sich manche ähneln, es wird immer einen kleinen, feinen Unterschied geben. Kein Mensch auf der Welt hat genau die gleichen Vorlieben, Fähigkeiten, Talente usw. wie ein zweiter. Sogar Klone entwickeln eine eigene Persönlichkeit (siehe Jedipedia - scherzhaft). Heißt: Selbst eine Kopie ist nur eine Kopie und kommt an das Original niemals heran. 


Jedes große Ganze lebt von vielen kleinen Individuen

Unzählige verschiedene Zellen bilden ein großes Ganzes
Unzählige verschiedene Zellen bilden ein großes Ganzes

Nehmen wir nur einmal den Körper. Er erscheint als Ganzes und doch funktioniert er nur, weil viele kleine Individuen (Zellen - die kleinste lebende Einheit aller Organismen) ihre einzelnen Aufgaben erfüllen. Wären alle Zellen gleich, gäbe es keinen Körper als solches. Sogar Zellen passen sich ihren Aufgaben an, lernen, wachsen, verändern sich. 

 

Wenn schon eine kleine Zelle IHRER Bestimmung folgt und der Mensch ein viel weiter entwickeltes Wesen, mit Geist und Seele ist, wie können wir dann erwarten, dass wenn alle Menschen auf dieser Erde den gleichen Bedingungen folgen, sie dann noch überleben können? Dazu sind nur Roboter in der Lage. Selbst wenn man Menschen ihren Fähigkeiten oder Talenten zuteilt, benötigen sie immer noch die Freiheit sich jederzeit umorientieren zu können und zwar dann, wenn sie ihre Erfahrung gemacht bzw. ihre Aufgabe erledigt haben. Der Mensch möchte immer aus seiner gegenwärtigen Situation heraus-wachsen, sich ent-wickeln, in Be-weg-ung bleiben, körperlich wie geistig.

 

Wer den Film "Die Bestimmung" gesehen hat, der weiß was ich meine. Dort wurden alle, nach einem verheerenden Krieg überlebenden Menschen, in ein Gebiet gepfercht (angeblich zum Schutz) und in fünf verschiedene Fraktionen aufgeteilt. Im Alter von sechszehn Jahren wird man dann einem Eignungstest (finde hier Deine Bestimmung!) unterzogen, der bestimmt, welcher Fraktion man angehört. Dort verbringt man dann sein ganzes restliches Leben, oft getrennt von der Familie. Eine Chance sich umzuorientieren, also die Fraktion zu wechseln, erhält man nicht. Dort gilt das Motto: Fraktion vor Blut! Wer nicht in eine bestimmte Fraktion hineinpasst, sondern mehrere widerstreitende Begabungen in sich trägt, ist ein/e "Unbestimmte/r" und wird zum Tode verurteilt. Unbestimmte gelten als Gefahr für die Gemeinschaft.

 

Doch Beatrice hat Glück und kann ihr Testergebnis verheimlichen, doch ihre Begabungen führen genau dahin, wovor die Führung so Angst hat: In eine Revolution! Ich kann den Film nur jedem empfehlen, vor allem denen, die mit einer Weltregierung sympatisieren.


Kleine Einheiten unter gleicher Gesinnung

Jedem das seine, aber offen für andere
Jedem das seine, aber offen für andere

Ich persönlich halte kleine Einheiten unter gleicher Gesinnung für die sinnvollste Lösung. Natürlich stets mit der Möglichkeit verbunden, diese jederzeit verlassen zu können (wenn es nicht mehr passt) bzw. aufgenommen zu werden (wenn es passt).

 

Wenn sich Menschen mit ähnlichen Zielen, Vorlieben und Ansichten zusammentun, schaden sie erstens keinem anderen und sie können selbst entscheiden, nach welchem politischen Prinzip sie leben wollen. Wer dann unbedingt eine Art Führer, Guru oder König benötigt und damit zufrieden ist, der soll doch seinen Führer, Guru oder König haben - warum nicht? Wichtig dabei ist nur, dass die nachfolgende Generation selbst entscheiden darf, ob sie das ebenso für gut befindet oder sich lieber auf die Suche nach einer anderen Gemeinschaft begibt. Einen Zwang darf es in keiner Gemeinschaft geben. Das könnte allerdings bei manchen Gruppierungen schwierig werden.

 

Es sollen aber auch diejenigen die Möglichkeit erhalten, die eigenständig und ihre Persönlichkeit entfaltend leben wollen. So wie es Reisende geben sollte. Manche brauchen Wurzeln, manche treibt es hinaus. So verschieden die Menschen sind, so verschieden sollten die Lebensgemeinschaften sein.


Respekt vor anderen Lebensgemeinschaften

Wir sollten andere Lebensformen respektieren und nicht unseren anpassen
Wir sollten andere Lebensformen respektieren und nicht unseren anpassen

Verschiedene Lebensgemeinschaften sind nur dann möglich, wenn man sich gegenseitig mit Respekt begegnet. Solange keiner einem oder etwas anderem Schaden zufügt und die in der Lebensgemeinschaft Lebenden in Harmonie miteinander auskommen, sollte sich kein Außenstehender einmischen, darüber urteilen oder die Lebensweise bewerten. 

 

Das Konzept der verschiedenen Lebensgemeinschaften wurde Jahrtausende lang gelebt. Vor allem indigene Völker lebten danach. Das hat solange hervorragend funktioniert, bis man deren Lebensraum zerstört und die Menschen "zivilisiert" hat.

 

Dieses respektlose Verhalten kennen wir gut von den Invasoren (Eindringlinge, Eroberer). Früher hießen sie Invasoren, heute heißen sie Monsanto, Dupont, Felda, Nestlè uvm.. Das Prinzip ist das gleiche: Eindringen, Ausbeuten, Vernichten.


Das Matriarchat - eine wundervolle Gesellschaftsform

Hier geht es um Halt und nicht um Herrschaft
Hier geht es um Halt und nicht um Herrschaft

Schauen wir uns zunächst einmal die Definition des Patriarchats an:

 

Patriarchat (wörtlich „Väterherrschaft“) beschreibt in der Soziologie, der Politikwissenschaft und verschiedenen Gesellschaftstheorien ein System von sozialen Beziehungen, maßgebenden Werten, Normen und Verhaltensmustern, das von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert wird.[1] Ein Synonym für Patriarchat ist die wenig gebräuchliche Neubildung Androkratie,[2] wörtlich „Herrschaft des Mannes“. [Wikipedia]

 

Hier wird die Herrschaft immer wieder klar und deutlich hervorgehoben. Im Patriarchat geht es hauptsächlich um die Durchsetzung von sozialen Beziehungen, Werten, Normen und Verhaltensmustern. Also sind wir hier wieder gewissen "Zwängen" unterlegen. Der Mann bestimmt und alle sollen sich gefälligst daran halten. Diese Lebensform unterliegt der totalen Kontrolle. Im Duden finden wir unter Patriarch Synonyme wie: Familienoberhaupt, Familienvorstand, Hausherr, Haustyrann; (abwertend) Pascha, Tyrann, Unterdrücker. Bei Matriarchin hingegen nur: Älteste, Familienoberhaupt, Stammmutter. [Duden]

 

Die matriarchalische Gesellschaftsform ist keine Frauenherrschaft! Nicht zu verwechseln mit den bekannten Amazonen, die als Kriegerinnen ihr Unwesen trieben. Beide Begriffe tragen das Wort arché  in sich, jedoch bedeutet dies zweierlei: einmal „Macht, Herrschaft“ sowie „Beginn, Anfang“. Wobei hier die erste Bedeutung dem Patriarchat zuzuordnen wäre und die zweite dem Matriarchat. Eine wörtliche Übersetzung des Wortes Matriarchat gibt es nicht, Patriarchat hingegen heißt wörtlich übersetzt: „Väterherrschaft“.

 

Matriarchat ist ein künstliches Wort, das im deutschen Sprachraum erstmals Ende des 19. Jahrhunderts auftaucht,[9] als Analogie auf den bereits bestehenden Begriff Patriarchat[10] und in Anlehnung an die bis dahin gebräuchlichen Bezeichnungen Mutterrecht und Gynaikokratie. Das Wort setzt sich zusammen aus lateinisch mater „Mutter“ und altgriechisch archein „herrschen, walten“ oder archē „Oberste-, Erste-“ (an der Spitze stehend). Im Neugriechischen bedeutet archē „Macht, Herrschaft“, im Altgriechischen „Beginn, Anfang“. [Wikipedia]

 

Es ist mal wieder typisch patriarchalisch, dass man für einen Begriff einen Gegenbegriff benötigt, selbst wenn dieser nicht ganz treffend ist. Was nicht passt, wird passend gemacht. Tja, Dualität ist eben typisch männlich. Schwarz - weiß, gut - böse, langsam - schnell, oben - unten. Dazwischen gibt es nichts. Dabei beinhaltet unsere Erlebniswelt weitaus mehr. Es sind die Dinge dazwischen, die Wunder hervorrufen und uns zum Staunen bringen.

 

Wer mehr über die matriarchalische Lebens-/Gesellschaftform erfahren möchte, dem empfehle ich diese Artikel:

Wie lebt es sich im Matriarchat? "Frauenherrschaft? Das ist Unfug!" (Ein Interview)

Chronik der Frauen: Frauen schufen "neolithische Revolution" - Ackerbau und matriarchat

 

Und hier gleich eine ganze Seite, rund um das Matriarchat:

http://matriarchat.info/


Und für diejenigen, die besonderes Interesse und zugleich viel Zeit haben, hier zwei Video-Interviews mit Heide Göttner-Abendroth, eine Matriarchats-Forscherin:

Video 1 & Video 2


Der Wunsch zu kleinen Gemeinden und Lebensgemeinschaften wird immer stärker

Malen wir uns eine bessere Zukunft einfach aus...
Malen wir uns eine bessere Zukunft einfach aus...

Inzwischen hegen ganz viele Menschen den Wunsch auf ein ruhiges, eigenbestimmtes, zum Teil autarkes und freies Leben.


Welch Vielfalt würde entstehen, wenn sich viele verschiedene Gemeinden und Lebensgemeinschaften bilden, die jeweils ihre Schwerpunkte präsentieren. Das gibt es heute schon. Die einen malen unheimlich gerne, die anderen musizieren, andere tüfteln an sinnvollen technischen Errungenschaften, wiederum andere sind stark mit der Natur verbunden. So könnte eine Gemeinschaft von der anderen etwas lernen, ohne die eigenen Vorlieben aufgeben zu müssen.


Das tun wir heute schon, in dem wir Urlaub auf dem Bauernhof machen, Survivalkurse besuchen, diverse Workshops, Seminare uvm.. Doch leider müssen wir nach einer gewissen Zeit, oder wenn uns das Geld ausgeht, immer wieder in unseren Alltag zurückkehren anstatt zu unseren Vorlieben. Stellt Euch nur mal vor, Ihr könntet all die anderen Lebensgemeinschaften besuchen (solange Ihr wollt), von ihnen lernen oder einfach nur genießen und dann zu Eurer eigenen auserwählten Gemeinschaft zurückkehren und dort Eure Fähigkeiten an Interessierte weitergeben. Das wäre doch ein wundervolles Leben.


Ich bin guter Dinge, denn je mehr Menschen sich eine bessere Zukunft ausmalen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es sich verwirklicht.


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Kommentare: 2
  • #1

    jürgen (Montag, 29 Juni 2015 22:42)

    Klasse Ausarbeitung, Ist nichts mehr hinzuzufügen. Kommentare bleiben aus wenn Wahrheit getroffen ist. Es wird Zeit das wir begreifen und unser Leben in die eigenen Hände nehmen und anfangen umzusetzen. Wissen ist genug vorhanden, es fehlt am Wollen. Aber das kommt noch. wenn man begreift was hier derzeit abläuft will man unweigerlich eine Änderung. Wenn man sich in diesem Schatten hier gut eingerichtet hat warum sollte man eine Änderung wollen? Somit ziehen sich Die die etwas ändern wollen Stück um Stück aus diesem Schatten zurück und bauen für sich selber eine lichtvolle neue Lebensgemeinschaft. Hauptsache ziemlich autark.

  • #2

    peter sievers (Dienstag, 23 Februar 2016 20:40)

    ich würde mir wünschen,das wir eine weltregierung bekämen,denn ich denke das wir dann viel weniger kriegerische Auseinandersetzungen und umweltsünden hätten. allerdings habe ich die Hoffnung verloren, da wir zu viele egoistische Politiker und vor allen dingen raffgierige Lobbyisten und weltumspannende Konzerne haben. und ganz ehrlich, wie soll man so etwas schaffen bei all diesen vorgenannten, die sich ihr recht selber machen, denn siehe das jüngste Beispiel,TTIPP, !!!!!!