Wie Bio-/Natur-Bauern systematisch in den Ruin getrieben werden


Seit über einem Jahrhundert in Familienbesitz
Seit über einem Jahrhundert in Familienbesitz

Vor nicht allzulanger Zeit habe ich mich dem Bund der Menschen angeschlossen, der es sich u. a. zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in Not zu helfen. Da ich gerne schreibe, habe ich dort gleich einmal die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Es dauerte auch nicht lange, da hat es sich ergeben, einen ausführlichen Bericht zu schreiben, über einen Natur-Bauer der uns um Hilfe bat.

 

Und so machten sich unser Fotograf und ich auf den Weg zu einem Bauernhof mitten in Oberschwaben. Seine Geschichte hat uns erschüttert und bei weiteren Recherchen fanden wir heraus: Das Ganze hat System! Bio stirbt aus!


Bio-/Naturbauern - ein Dorn im Auge der Großkonzerne

Monsanto, Dupont und wie sie alle heißen, sind zuständig für die Landzerstörung
Monsanto, Dupont und wie sie alle heißen, sind zuständig für die Landzerstörung

Warum bricht man ausgerechnet Bio-/Naturbauern das Genick, wo doch BIO so angesagt ist? Wegen dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP natürlich. Die Zeit läuft. Die Verträge liegen unterschriftenreif in den gut verschlossenen Schubladen. Sie warten nur noch den richtigen Augenblick ab und dann schlagen sie zu.

 

Bis dahin müssen alle Bio-/Naturbauer ihre Ideologien und Visionen über Bord geschmissen haben und wer nicht mitspielt, wird systematisch fertig gemacht. Doch wie macht man einen Bio-/Naturbauer kaputt? Das funktioniert wunderbar über Zwangsversteigerungen, unerfüllbare Auflagen/Vorgaben und/oder Tierhaltungsverbote. Mit fadenscheinigen, völlig haltlosen, zum größten Teil nur auf Behauptungen beruhenden Gründen, nehmen sie den Bauern, die ihre Höfe teilweise in vierter oder fünfter Generation bewirtschaftet haben, das komplette Land, samt daraufbefindlichem Hof weg - einfach so - von heute auf morgen.

 

Diejenigen, die das Spiel aus Angst ihre gesamte Existenz zu verlieren mitmachen, kehren letztendlich zurück, zu Pestizide, Maisanbau (Monokultur), Gentechnik, Giftfutter, Kunstdünger, Massentierhaltung, Impfungen und Medikamenten.


Biobauern kehren Öko-Landbau den Rücken

Einmal öko und zurück

Idylle lohnt sich nicht

Krise bei Biobauern


Der Fall Alois M. - einer von ganz vielen

Ein Leben nach den Naturgesetzen

Ein Mensch, der im Einklang mit den Naturgesetzen lebt
Ein Mensch, der im Einklang mit den Naturgesetzen lebt

Alois hat, als anständiger Bauer, natürlich den Beruf des Landwirts erlernt und nach seiner Aus-bildung (das Aus für wahre Bildung) all das ausprobiert, was man ihm auf konventionellem Wege beigebracht hat. Bis die erste Kuh einfach tot umfiel. Das stimmte ihn nachdenklich und so hat er im Laufe der Jahrzehnte erkannt, dass es für Mensch, Tier und Pflanzen besser und gesünder ist, im Einklang mit der Natur zu leben, als ständig gegen sie.

 

Er selbst behauptet von sich ein "Prüfer" zu sein. Er tut etwas und prüft das Ergebnis. Wenn es sich mit den Naturgesetzen vereinbaren lässt, dann behält er es bei. Dabei hat er festgestellt, dass die Natur einem einfachen Kreislauf folgt und je weniger man sich einmischt, umso ertrag- und nährstoffreicher wird die Ernte. Sicher ist auch die Natur nicht immer gütig, aber wenigstens ist das der Lauf der Dinge.

 

Strom wird man bei ihm nicht finden, den hat er schon längst von seinem Grund und Boden verbannt. Sein Grundstück ist mit einfachen Holzzäunen umringt, er hat nicht einen Elektrozaun. Außerdem verwendet er ausschließlich Regenwasser (vom Herrgott oben kommt`s), nicht nur für die Tiere, auch für sich selbst. Seine Hühner erhalten ausschließlich Getreide und dürfen den ganzen Tag vergnügt herumlaufen, wo es sie gerade hinzieht, ebenso seine vier Ziegen. Zudem hat er ein Feld angelegt, auf dem außer Kraut und Rüben noch manch Allerlei angepflanzt ist und in Symbiose miteinander wächst.

Zwischen manch Allerlei wächst der beliebte Lein
Zwischen manch Allerlei wächst der beliebte Lein

Wer sich in der Landwirtschaft nicht auskennt, könnte meinen, er stehe in einem Feld voller Unkraut. So erging es mir zumindest am Anfang, bis Alois mir seine Schätze offenbarte und erklärte. Probleme mit "Ungeziefer" habe er keine, obwohl er nichts dagegen tut. Sie sind sich einig geworden und so dürfen die paar Schnecken und andere Getiere, die durch das Feld kriechen am Leben bleiben. Es ist genug für alle da. Die Auswahl ist groß, wenn man sogenanntes "Unkraut" nicht entfernt. Und so züchtet er sie erst gar nicht heran, bedingt durch die Monokultur.

 

Im Grunde ist das ein Paradies für jeden naturbewussten Verbraucher - Bio in seiner reinsten Form. So dachte ich natürlich auch und ich fragte mich: "Warum hat dieser Bauer nicht noch mehr Tiere?". Den Platz dazu hätte er doch. Ich dachte anfänglich, wir sind nur hier um herauszufinden, warum man ihm den Wald gestohlen hat - ja, richtig gelesen: seinen ganzen Wald hat man ihm weggenommen. Vorerst.


Ungeimpfte Tiere ohne Medikamente muss man schützen

Das sind drei der "verwahrlosten" Tiere auf Bauer Alois` Hof
Das sind drei der "verwahrlosten" Tiere auf Bauer Alois` Hof

Alois bezieht also keinen Strom (schlecht für die Stromversorger) und auch kein Wasser (schlecht für die Wasserversorger) ebenso keinen Kunstdünger (schlecht für die Agrarindustrie), auch Kraftfutter kommt ihm nicht in den Futtertrog (schlecht für die Kraftfutterindustrie), Medikamente und Impfungen braucht er nicht, bei guter natürlicher Ernährung der Tiere (schlecht für die Pharmaindustrie) und seine Samen zieht er sich selbst (schlecht für Monsanto & Co.).

 

Das ist ja alles schön und gut für die Umwelt und den Verbraucher, aber für die Großkonzerne sind Bio-/Naturbauern wie Alois schlicht und einfach eine Bedrohung. Man stelle sich nur mal vor, alle Bauern machen das so. Mit solchen Leuten ist kein Geld zu verdienen. Also macht man sie fertig, bis sie nichts mehr haben. Und da Alois einfach nicht kleinbeigeben möchte (er ist nämlich ein sturer Bauer), musste er schon einiges über sich ergehen lassen.

 

Dazu erzählte er uns einige Geschichten, die man vielleicht nicht zu hundert Prozent glauben muss, aber wenn man zwischen die Zeilen hört, dann wird einem schon so einiges klar. Der schwerwiegendste Vorwurf, mit dem er zu Kämpfen hat, ist die Verwahrlosung von Tieren, weshalb man ihm im Juni 2010 insgesamt rund 300 (!) Tiere vom Hof nahm. Hierzu rückten das Veterinäramt und die Polizei an. Das Landratsamt erteilte ihm daraufhin ein dauerhaftes und unbefristetes Tierhaltungsverbot. Laut einem Bericht der schwäbische.de mussten von den 300 Rindern, Schweinen, Ziegen, Hühnern, Hasen, Enten und Gänsen fünf Tiere insgesamt eingeschläfert werden, weil man diese nicht mehr hätte aufpäpeln können. Leider geht aus dem Bericht nicht hervor, welche Tiere man einschläfern musste und warum genau.

 

Das Landratsamt sah sich natürlich in der Pflicht, Bauer Alois Vorschläge und Verbesserungen zu unterbreiten, bevor sie ihm das Tierhalteverbot aussprachen. Sehr freundlich und zuvorkommend. Mit größter Wahrscheinlichkeit hat man ihm vorgeschlagen, seine Tiere in Zukunft zu impfen und ihnen Medikamente zu verabreichen. Mit Medikamenten vollgestopft hält so ein Tier natürlich schon was aus, das ist nicht von der Hand zu weisen. Sieht man doch in jeder Massentierhaltungsanlage. Vielleicht hätte er seinen Hühnern noch die Schnäbel und Krallen abschneiden und seine Rinder und Schweine besser fixieren sollen. Aber warum hätte er das tun sollen? Die Tiere hatten alle genug Platz! Naja, wir kennen ja die Verletzungen nicht, an denen die Tiere letztendlich verendet "wurden". Beim Bauer Alois jedenfalls lebten sie noch alle. 

 

Natürlich hat sich das der Bauer Alois nicht gefallen lassen und wollte seine Tiere zurückhaben. Diesen Wunsch hat man ihm verwehrt, also holte er sich neue - wie zuvor angekündigt. Ziegen und Hühner. Mehr konnte er sich einfach nicht mehr leisten, hat man ihm doch gerade die ganze Existenz weggekarrt. Was er außer dem Vorfall mit dem Überfall auf seinen Hof noch so alles erlebt hat, erzählt er uns so:

Von Einbrüchen, gestohlenen Ziegen, toten Hühnern und drohenden Detektiven

In diesem Stall fand er seine 68 toten Hühner
In diesem Stall fand er seine 68 toten Hühner

Laut Alois Aussagen hat man sich schon mehrfach unerlaubten Zutritt auf seinen Hof verschafft. Einmal wurde eine Ziege, ein anderes Mal sein Personalausweis und sein Führerschein aus seinem Haus gestohlen. Es wurden Hühner getötet und man hat ihm schon zwei Fahrräder gestohlen, eines davon erst vor ein paar Tagen, vor der Türe eines Freundes, während er sich mit uns unterhielt. Alles Zufall? Oder Übertreibungen? Schwer zu glauben. Alois` Fahrräder gehören bestimmt nicht zu den beliebten Diebstahlobjekten, die lässt man normalerweise lieber stehen. Um ihm aber das Leben schwer zu machen, ergibt es jedoch Sinn. Schließlich hat er weite Wege zu beschreiten.

 

Den Ziegendiebstahl hat er selbst gesehen, sagt er, und sich sogar das Autokennzeichen gemerkt - das eines verhassten Bauern aus Haidgau. Dieser kam wohl mit zwei anderen auf den Hof, schnappte sich die Ziege und stopfte sie in den Kofferraum. Warum er nicht gleich auf sie los ist? Er sagt, weil Ostersonntag war und dieser Feiertag dem gläubigen Alois heilig ist. Vielleicht hatte er auch einfach nur Angst - wer weiß. Auf jeden Fall kam am Ostermontag die Polizei auf seinen Hof und verkündete ihm, seine Ziege hätte am Ostersonntag einen Autounfall verursacht. Sie wäre in ein Auto gelaufen und hätte dieses beschädigt. Einmal dürft Ihr raten wessen Auto das war, genau, das, welches er schon beim Diebstahl beobachtete. Als der Alois dann seine Ziege bei dem Ziegen-Dieb abholen wollte, forderte der Sohn von ihm ein schriftliches Schuldanerkenntnis, welches der Alois natürlich nicht unterschrieb. Deshalb bekam er auch seine Ziege nicht wieder zurück.

Leika - Alois` gutmütige Hündin
Leika - Alois` gutmütige Hündin

Leider ist seine Hündin Leika so lieb und gutmütig, dass sie nicht anschlägt, wenn jemand den Hof betritt. Zu uns kam sie erst, als wir schon eine Weile auf dem Hof waren und dann hat sie uns schwanzwedelnd und voller Freude begrüßt. Wäre sie ein böser Kampfhund hätte sie vielleicht verhindert, dass Alois immer wieder tote Tiere auf seinem Hof findet oder sie wäre selbst schon tot.


Ein Rind, Ziegen und Hühner musste Alois schon begraben. Nicht vom Fuchs gerissen, sondern mit aller Wahrscheinlichkeit vergiftet, fand er sie in verschiedenen Abständen auf seinem Hof liegend. Den schlimmsten Fund machte er eines Tages, als er den Hühnerstall betrat und 68 tote Hühner im Stall vorfand. Zum Teil waren die Köpfe abgerissen - ein Blutbad. Doch wer macht so etwas?


Der drohende Detektiv

Der Detektiv weiß einiges, er rückt nur nicht damit raus und Alois bleibt stur und will nicht zahlen
Der Detektiv weiß einiges, er rückt nur nicht damit raus und Alois bleibt stur und will nicht zahlen

Um das herauszufinden beauftragte Alois` einen Detektiv. Herr A. U., Detektiv mit Hauptsitz in Überlingen, wurde schon des Öfteren von Alois` beauftragt. Er entdeckte auch die Ziege beim Nachbarn, was Alois` erst viel später herausfand.


Im Fall "Hühnermord" machte er Fotos und fand einiges heraus, doch leider rückt der werte Detektiv weder mit Fotos noch mit Berichten heraus. Stattdessen bedroht er Alois`, wenn er ihm nicht sein Geld gibt, bekommt er Besuch vom russischen Mitarbeiter - Inkasso Moskau. Doch Alois` bleibt stur und möchte erst sehen, was er da kauft. Irgendwie kommen die beiden auf normalem Wege nicht zusammen. Mal schauen, wie das Drama noch ausgeht und was für Beweise vorliegen.


Besuch beim uninformierten sogenannten Richter

So klein und dünn und schnell zu lesen, trotzdem wird es nicht beachtet
So klein und dünn und schnell zu lesen, trotzdem wird es nicht beachtet

Nach unserem Aufenthalt auf dem Hof sind wir gemeinsam zu dem sogenannten Richter gegangen, der Alois fünf Monate Haft wegen Tierquälerei aufgebrummt hatte und weil er sich nicht an das Tierhaltungsverbot hält. Alois bat ihn, nein, er bat nicht wirklich, er forderte den sogenannten Richter auf, dieses Schein-Urteil sofort zurückzunehmen und sich aus seinen Angelegenheiten herauszuhalten.


Wir erklärten dem sogenannten Richter, dass er überhaupt gar keine Befugnis habe, Alois der Freiheit zu berauben und einen Sicherheitsdienst (namens Polizei) vorbeizuschicken. Das fand der sogenannte Richter äußerst amüsant. Wir wären Spinner und... er musste erstmal nach dem Namen suchen, dann half ihm Alois. Germaniten seien wir. Germaniten und Spinner. Wir versicherten ihm, dass wir weder Germaniten noch Spinner noch Reichsbürger sind oder einer ähnlichen Gruppierung angehören sondern lediglich Bescheid wissen. Das wollten wir ihm auch beweisen, in dem wir ihn nach seinem Geltungsbereich und seiner Legitimation fragten. Die konnte er uns natürlich nicht geben.


Ich fragte ihn dann, ob das Grundgesetz über der StPO steht, er bejahte dies. Dann fragte ich ihn, ob er Artikel 23 des GG kennt. Das verneinte er, er kenne das GG schließlich nicht auswendig. Also bat ich ihn, dies einmal hervorzuholen, damit wir ihm das zeigen können. Er habe keines, war die Antwort. Wir waren entsetzt. Ein Direktor eines sogenannten "Amtsgerichts" hat nicht einmal ein klitzekleines Grundgesetz (angeblich die Verfassung für Deutschland) zwischen seinen dicken StPO-Wälzern liegen? Also ging unser Fotograf ans Auto und holte seines. Das legte er ihm dann vor und klärte den bis dahin offensichtlich uninformierten sogenannten Richter auf.


Das war der Punkt an dem der sogenannte Richter abblockte. Warum habe dann das BGH noch nie ein Urteil gekippt? Blödsinnige Ausrede. Weil die ebenso davon betroffen sind. Aber diese Zusammenhänge scheint er nicht zu verstehen. Sei`s drum. Uns war eigentlich von vorneherein klar, dass dieses Gespräch nichts bringt. Es zeigt uns nur einmal mehr, wie hilflos die sogenannten Richter sind und wie sie sich in haltlose Argumente flüchten, nur um nicht aufzufliegen.


Noch nicht zu Ende

Die Geschichte von Alois ist noch nicht zu Ende. Er erzählte uns noch von anderen Bauern, denen es ähnlich ergeht. Auffällig dabei ist, dass es sich immer um Bio-/Naturbauern handelt, die sich nicht auf die konventionelle Landwirtschaft einlassen wollen und ihren Hof lieber führen möchten, wie zu Großmutters Zeiten. Wer nicht kleinbei gibt, wird in die Zwangsversteigerung getrieben.


Zwar gibt die offizielle Statistik für Zwangsversteigerungen andere Zahlen her, aber gefühlt sind es wesentlich mehr, als offiziell bekannt gegeben werden. Vorallem sind in den Boomzeiten nach der Finanzkrise viele kleinere Kapitalobjekte in die Versteigerung gefallen, das erhöht die Statistik natürlich. Auf der Seite www.zwangsversteigerungen.de wirbt man sogar mit der Zahl 50.000. Wie passt das zusammen?

Zwangsversteigerungen ohne Ende. Des einen Leid, ist des anderen Freud.
Zwangsversteigerungen ohne Ende. Des einen Leid, ist des anderen Freud.

Eine ganz besondere Frechheit finde ich diesen Werbeabschnitt:

 

"Zwangsversteigerungen von Immobilien bieten den Interessenten eine hervorragende Möglichkeit, kostengünstiger als über den freien Markt sein Wunschobjekt zu erstehen."


Toll. Die sogenannten Gerichte schmeißen die Menschen für dich auf die Straße, mit illegalen Schein-Urteilen, damit du kostengünstig an dein "Wunschobjekt" kommst. Was für eine schräge Welt!


In diesem Sinne wünschen wir Alois, dass er auf seinem Hof bleiben und endlich wieder Tiere halten kann, ohne diese immer wieder tot auf seinem Hof zu finden. In jedem Fall stehen wir hinter ihm. 


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Kommentare: 18
  • #1

    jürgen (Donnerstag, 13 August 2015 13:44)

    Das mit Alois kommt mir bekannt vor. War es nicht der Landrat der dieses Land haben wollte für einen Freizeitpark und immer mit zerstörerischen Einsätzen den Alois in die Knie zwang/ zwingt?

    sollte es der Gleiche Fall sein, so hatte ich bei dieser Gemeinde angerufen und den Leuten dort gesagt das ich vorhatte in Ihrer Gemeinde Urlaub zu machen und dies wieder zurückzöge weil ich derlei Mafiamethoden nicht mit meiner Urlaubskasse unterstütze. Die Leute im Gebäude Landratsa... wüssten von nichts. Ich sagte damals; "das ist hier bei uns öffentlich und es würde ein Fahrzeug aus Ihrem Ort, mit Protestschildern, hier herumfahren welches auf diese vergehen in ihrer Gemeinde hinwiesen".
    Es ist schon ein paar Jahre her und mir ist der Ort nicht mehr parat.

    Überall regiert die GIER und restlos alles dreht sich ums Geschäft. Hier bei uns am Niederrhein funktionieren die Biohöfe, nur die Chemibauern sind neidisch auf den Absatz der Biobauern. Aber wandeln wolln sie ihre Betriebe nicht. Denn es fließen jeden Januar/Februar erheblich Subventionen zwischen 40.000 und 280.000 Euro für die Aufrechterhaltung der Chemiabnahme und der Massentierhaltung.

    Ein Hinweis noch den ich von einigen Bauern bekam bei der Getreideernte. Festhalten liebe Leser. Eine Woche vor der Getreideernte wird Round Up über das Getreide gesprüht. Ich selbst habe Sprühfahrzeuge gesehen. Es dient dazu die noch nicht ausgereiften Halme/Ähren zwangszureifen durch Tötung. ((Ähnlich wie die Zwangseinleitung einer Geburt weil der Arzt noch einen Glofspieltermin hat oder das Baby zu einem bestimmten Datum geboren werden soll. Oder wie die Verabreichung von Hormonspritzen damit die Kuh wieder terminlich trächtig werden kann.)) Nichts wird mehr der Natur überlassen.
    Nicht alle Getreidefelder werden so behandelt, die von Biobauern schon mal gar nicht. Was haben wir nicht alles im Brot oder den Sontags Brötchen? Was läuft hier ab? Da wundert man sich, das Mann keine Kinder mehr zeugen kann, oder Frauen die Haare ausfallen, die Kinder Allergien haben und der ganze Scheißdreck der sich aus diesem Scheißdreck ergibt.
    Wir sollten genauer hinsehen und nachfragen, sonst bleibts so wunderschön wie heute.

  • #2

    maras-welt (Donnerstag, 13 August 2015 20:14)

    @Jürgen:
    Ich glaube nicht, dass es sich hierbei um den Fall handelt, den Du kennst. Das hätte uns Alois bestimmt erzählt. Aber da sieht man mal wieder, dass er wirklich nicht alleine dasteht.
    Wenn nicht bald eine Kehrtwende eintritt, dann wird die nächste Generation nur noch diesen Dreck "fressen" müssen. TTIP steht schon vor der Türe, wir müssen uns mit allen Kräften dagegenstemmen, dass die Türe nicht aufgeht.

  • #3

    Gudrun Maier -Hesse (Freitag, 14 August 2015 11:30)

    Liebe Mara, toller Text. Bin fasziniert über Deinen Schreibstil...weiter so! Meiner Meinung nach sollte Alois Angelegenheit noch grösser verbreitet werden und evtl. noch grösserer Presse vorgestellt werden.

  • #4

    maras-welt (Freitag, 14 August 2015 14:40)

    @Gudrun:
    Vielen Dank für die Blumen :-)
    Wir sind dabei, die Geschichte von Alois und anderen Bauern zu verbreiten, aber Solidarität von der Presse haben wir nicht zu erwarten. Von denen macht sich keiner die Mühe einmal IN Alois hineinzuschauen und ihn als Mensch zu betrachten. Das liegt daran, dass leider fast nur noch "Schreibtisch-Journalismus" betrieben wird.
    Wir waren über sechs Stunden mit Alois unterwegs und haben ihn als einen herzlichen, offenen, leider alleingelassenen und auf Grund seiner Erfahrung verbitterten Menschen kennengelernt. Das lohnt sich für keinen Journalisten. Weil Alois nicht die Auflage bringt, die sie bräuchten.
    Ganz LG
    mara

  • #5

    Weinreich Astrid (Sonntag, 16 August 2015 21:23)

    Sehr geehrte Frau Mara!

    Allerherzlichsten Dank für ihren wunderschönen Artikel über Bauer Alois. Mir kamen die Tränen.
    Was können wir tun ohne zu lästern? Packen wirs an.............
    Bestellen sie bitte Bauer Alois meine vollste Solidarität und nicht nachgeben. Auf keinen Fall bis Hilfe kommt!!!!

  • #6

    maras-welt (Montag, 17 August 2015 08:11)

    @Astrid:
    Das tun wir! Er freut sich über jeden Beistand. Am Wochenende gibt es dort erst einmal ein großes Sommerfest. Und dann schauen wir, wie wir Alois konkret helfen können.
    Gestern erst waren wir wieder dort, da hat sich doch glatt ein kleines Zieglein herausgetraut, welches sich das letzte Mal versteckt hatte. So wunderschön und tapsig.
    Ganz LG
    mara

  • #7

    Franz Angele/Querdenker a.d.Allgäu (Donnerstag, 20 August 2015 17:04)

    Ich kenne Alois nun schon ein paar Monate, noch länger von den negativen Presseberichten. Helfen konnte ich ihm bisher nicht, da ich selbst eigene Probleme seit Jahren habe. Ich möchte hier aber nicht jammern und schon gar nicht aufgeben, sondern den Menschen die Wahrheit näher bringen. Auf meinen Info-Seiten ist es noch ruhig, aber das kann sich ja ändern und ich bin noch Anfänger im Schreiben und bei der Darstellung der Wahrheit.
    Voraussichtlich sehen wir uns am Samstag-Abend bei Alois und bringe ein paar Kisten Wurzacher W..... Wasser mit.
    M.f.G. einer vom bund der menschen

  • #8

    maras-welt (Donnerstag, 20 August 2015 23:27)

    @Franz:
    Da freu ich mich aber ganz dolle :-)
    Auch auf das hammerlecker Wasser!
    Bis Samstag - liebe Grüße
    mara

  • #9

    Ramona Haser (Dienstag, 25 August 2015 11:54)

    Hallo Mara,
    Ich bin erschüttert. Habt ihr mal überlegt eine Spendenkasse für den Alois einzurichten?
    Ich wäre sofort dabei. Wirklich herzzerreißend.
    Viele Liebe Grüße an dich
    Weiter so
    Gerne würde ich dich in Facebook annoncieren hast du eine Seite? Kg
    Meine Seite
    Frisch und gschmeidig freu mich auf kontakt

  • #10

    ich (Dienstag, 25 August 2015 11:59)

    Hallo, viele Menschen lesen das und wollen helfen, wo ist das denn, macht dort mal mit Protesten und Unterschriften gegen das Tierhaltungsverbot und gefakten Auflagen Druck, FB&Co. machts mgl.

  • #11

    maras-welt (Dienstag, 25 August 2015 16:18)

    @Ramona:
    Ja, wir sind alle erschüttert, vor allem, da Alois dieses Leid schon über Jahrzehnte hinweg ertragen muss, aber er lässt sich einfach nicht brechen.
    Ein Spendenkonto würde ihm nichts nützen, weil man ihm alles gleich wieder wegnimmt. Er benötigt persönlichen Beistand, Hilfe auf dem Hof und menschliche Unterstützung. Wir sind aber dran und haben auch schon ein "Solidaritätsfest" dort gefeiert. Ich werde noch darüber berichten.

    @ich:
    Die Idee ist so super, dass wir sie auch schon voll umgesetzt haben. Wir hatten letztes Wochenende ein "Solidaritätsfest" dort gefeiert und dabei einen tollen Austausch gehabt. Und weil es so toll war, wiederholen wir das dieses Wochenende. Der Hof ist in Bad Wurzach/Oberschwaben. Wir ziehen allerdings den friedlichen Widerstand vor. Helfen kann man, indem man ihm auf dem Hof hilft und den anderen zeigt, dass er nicht mehr alleine ist. Das ist unser Ziel.

  • #12

    Michael Günter (Mittwoch, 16 September 2015 16:53)

    Hallo Mara,
    wir sind gerade am klären, ob wir nächste Woche (23.09.- 29.09.15) eine Unterkunft in Bad Wurzach bekommen. Wir (Meine Partnerin und ich mit unserem Hund Carlo) können zwar nicht viel auf dem Bauernhof verrichten, aber wir sind lernfähig und können menschliche Unterstützung bieten. Könnten wir für ihn hilfreich sein?
    Viele Grüße
    Michael

  • #13

    maras-welt (Mittwoch, 16 September 2015 18:24)

    @Michael Günter:
    Da ist ja super! Euch schickt der Himmel.
    Natürlich kann Alois Hilfe gebrauchen. Wenn Ihr ernsthaft Interesse habt, kontaktiere mich doch bitte über das Kontaktforumlar. Wir könnten dann telefonieren!
    LG
    mara

  • #14

    Petra aus Bayern (Mittwoch, 14 Oktober 2015 21:21)

    Ich habe mir erlaubt Deinen Link auf meine Seite zu Kopieren, ich hoffe das ist o.k.

  • #15

    Petra aus Bayern (Mittwoch, 14 Oktober 2015 21:22)


    link:
    https://plus.google.com/u/0/108194273482891633683/posts

  • #16

    maras-welt (Mittwoch, 14 Oktober 2015 21:40)

    @Petra:
    Ja, natürlich ist das in Ordnung, sehr gerne.
    Aber Bad Wurzach ist nicht Bayern sondern noch Oberschwaben. Vielleicht kannst Du das noch ändern?
    LG
    mara

  • #17

    Holde Maid (Freitag, 08 Januar 2016 21:55)

    Liebe Mara,
    wir kommen eben vom Alois. Er erzähle uns ihr seid im Klintsch.
    Kann ich nicht nachvollziehen. Was gab es denn. Er wollte nicht drüber reden,
    wir haben ein Video über ihn gemacht.
    Die ZV steht vor der Türe. Wir wissen wie er ist. Ein UNIKAT im Auftrag des Herrn.. finde die Definition
    trifft es ganz gut. LG Gudi

  • #18

    maras-welt (Freitag, 08 Januar 2016 22:18)

    Hallo Gudi,
    schön, dass ich das über Dich erfahre. Ich wüsste nicht, in was für einem Klintsch wir liegen. Sicher, sind wir uns nicht immer einig, aber das ist normal bei Alois und mir.
    Werde ihn die nächsten Tage mal anrufen und fragen.
    LG
    mara